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Politik
14 März 2022, 17:01

Golowtschenko in Russland: Belarus hofft auf Unterstützung im Kampf gegen Sanktionen

MINSK, 14. März (BelTA) – Belarus rechnet angesichts der westlichen Sanktionen auf Unterstützung seitens der Russischen Föderation. Unter den aktuellen Umständen gilt es, zügig und eingespielt zu handeln. Das erklärte der belarussische Premierminister Roman Golowtschenko heute beim Treffen mit dem russischen Premierminister Michail Mischustin in Moskau.

„Die Ziele der Sanktionen sind klar: Wirtschaftskrise, Unzufriedenheit der Bevölkerung, Destabilisierung des Landes und Machtergreifung durch antirussische Opposition. Unter diesen Umständen müssen wir unserer Meinung nach schnell und koordiniert handeln. Angesichts der hohen Anfälligkeit der belarussischen Wirtschaft für externe Schocks zählen wir in dieser schwierigen Zeit auf die Unterstützung der Russischen Föderation“, sagte Roman Golowtschenko.

Der belarussische Premier bekräftigte die Bereitschaft des Landes, alle Vereinbarungen zur wirtschaftlichen Integration innerhalb des Unionsstaates umzusetzen. „Unter den derzeitigen Umständen ist es jedoch dringend erforderlich, die Unterstützungsmaßnahmen so schnell wie möglich durchzuführen. Damit meine ich die Umstrukturierung der Kreditschulden gegenüber der russischen Regierung und Finanzinstituten, Übergang zu einer neuen Preisbildung in der Ölbranche, um einen stabilen Betrieb der belarussischen Ölraffinerien zu gewährleisten. Dazu gehört auch unser Vorschlag, die Erdgaspreise für Belarus in der russischen Landeswährung festzulegen, die den aktuellen Gaspreisen für die nächstgelegenen russischen Regionen entsprechen. Das Gleiche gilt für die intensive Belieferung des russischen Marktes mit belarussischen Maschinenbauprodukten, unter anderem durch die Aufhebung der vorhandenen administrativen Beschränkungen“, sagte er.

Roman Golowtschenko betonte, dass es für Belarus wichtig ist, sich an russischen Programmen zur Importersetzung zu beteiligen. „Unsere Ressortministerien werden eine große Arbeit leisten müssen. Sie haben das gegenseitige Potential zur Substitution der ausfallenden Importlieferungen maximal zu nutzen. Es lohnt sich, über die volle Beteiligung der belarussischen Verteidigungsindustrie an der Umsetzung des staatlichen Verteidigungsauftrags in Russland sowie über die Beseitigung administrativer Hindernisse im Bereich der technischen Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich zu sprechen“, fügte er hinzu.

Der belarussische Premierminister zeigte sich zuversichtlich, dass die beiden Seiten eine vorteilhafte Lösung finden werden.

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