MINSK, 21. August (BelTA) – Niemand bezweifelt unsere Souveränität. Dieses Thema wird sogar nicht von der belarussischen und russischen Führung besprochen. Das erklärte der belarussische Premier Roman Golowtschenko in der Fernsehsendung „Markow. Nichts Persönliches“ im Fernsehsender ONT.
Roman Golowtschenko stellte fest, dass Belarus und Russland über wirtschaftliche Fragen streiten, aber es ist normal für Partner. „Wir sind doch ein unabhängiger Staat. Niemand bezweifelt unsere Souveränität oder Unabhängigkeit als Staat. Diese Probleme werden sogar nicht von der belarussischen und russischen Führung besprochen“, erklärte er.
Der Moderator der Fernsehsendung, Leiter des Fernsehsenders ONT Marat Markow bemerkte, dass im Internet kürzlich das Programm der Änderungen des Oppositionsstabs erschien und bald verschwand. Der belarussische Präsident hat seine Bestimmungen kommentiert. Marat Markow interessierte sich aber beim belarussischen Premier dafür, zu welchen Folgen zum Beispiel der Ausstieg aus dem Unionsstaat und anderen „Integrationsstrukturen, wo Russland vorherrscht“, Einführung der Grenz- und Zollkontrolle an der belarussisch-russischen Grenze führen.
„Alle Integrationsstrukturen von der GUS bis zur EAWU sollten die Beziehungen bewahren. Auf den Trümmern der Sowjetunion mussten wir eine Plattform aufbauen, wo wirtschaftliche und politische Fragen zwischen unabhängigen Staaten gelöst werden könnten. Bei der EAWU können die Staaten ihre Wirtschaftsintegration stärken, einheitliche Programme verwirklichen, Industrie-, Landwirtschaftspolitik harmonisieren, Barrieren beim Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Arbeitskräften beseitigen. Was schlagen uns die Autoren des Programms anstatt dieser Punkte vor?“, fragte Roman Golowtschenko.
Er machte darauf aufmerksam, dass zurzeit viele Bereiche in Belarus – Maschinenbau, Landwirtschaft und andere auf russische Partner historisch angewiesen sind. „Das sind Warenabsatzketten, Kooperationsnetz. Einmal versuchte man schon, uns diese Ansätze aufzudrängen. Die Entscheidungsträger haben einen richtigen Beschluss gefasst. Belarussische Exporte nach Russland betragen etwa $15 Mrd. jährlich. Zurzeit wird weltweit ein Krieg um die Märkte geführt. Und wir müssen etwa freiwillig auf gute Beziehungen verzichten?“, fragte Roman Golowtschenko.
