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Kovačević: Präsident von Belarus in Serbien als Ehrengast erwartet

Politik 02.12.2019 | 16:42
Veljko Kovačević. Archivfoto
Veljko Kovačević. Archivfoto

Serbien wartet auf den belarussischen Präsidenten als Ehrengast. Das erklärte der Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter Serbiens in Belarus, Veljko Kovačević, vor dem offiziellen Besuch von Alexander Lukaschenko in Belgrad, der am 2./3. Dezember stattfindet. In der serbischen Hauptstadt werden die Verhandlungen auf höchster Ebene durchgeführt sowie wichtige bilaterale Dokumente unterzeichnet. Der Diplomat teilte seine Meinung über den derzeitigen Zustand der belarussisch-serbischen Zusammenarbeit, erzählte über die politische Nähe zwischen den beiden Ländern und die Annäherung der Wirtschaftsvektoren.

- Herr Botschafter, wie schätzen Sie die derzeitige Kooperation zwischen Belarus und Serbien ein?

- In den internationalen Beziehungen ist es völlig normal, dass die Länder, wie Serbien und Belarus, Kontakte aufgrund der gegenseitig vorteilhaften Zusammenarbeit aufbauen. Aber vor allem sind die Beziehungen zwischen den beiden Ländern durch völliges gegenseitiges Verständnis, Nichteinmischung in innere Angelegenheiten und Offenheit für die Zusammenarbeit in allen Bereichen gekennzeichnet. Es gibt keine Einschränkungen. Die Entwicklung von Beziehungen hängt nur von unseren objektiven und realen Möglichkeiten ab.

Es ist sehr wichtig, dass die Sitzungen der belarussisch-serbischen zwischenstaatlichen Kommission für Zusammenarbeit in Handel und Wirtschaft, der zwischenstaatlichen gemeinsamen Kommission für Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technik, der Arbeitsgruppe für Zusammenarbeit in Landwirtschaft regelmäßig durchgeführt werden. Ich möchte hervorheben, dass die erste Sitzung der Kommission für militärtechnische Zusammenarbeit stattgefunden hat.

Ich freue mich, dass die Zusammenarbeit zwischen unseren Hauptstädten Belgrad und Minsk sowie die interregionale Kooperation aufgenommen wurden. Alle Gebietszentren von Belarus haben Kooperationsabkommen mit den Städten Serbiens.

- Wie können Sie die politische Zusammenarbeit beider Länder kennzeichnen?

- Sie entwickelt sich sehr erfolgreich, was durch die Dynamik der Treffen unserer Präsidenten bestätigt wird. Der Präsident von Belarus hat Serbien viermal besucht. Es fanden fünf Besuche serbischer Staatschefs in Belarus statt. Ich möchte darauf hinweisen, dass sich die politische Zusammenarbeit auch auf Regierungs- und Parlamentsebene entwickelt und verschiedene Behörden, Städte und Regionen erfolgreich zusammenarbeiten. Im vergangenen Jahr besuchten etwa 25 Delegationen aus Serbien Belarus.

Unsere Länder arbeiten in internationalen Organisationen erfolgreich zusammen. Für Serbien ist die Unterstützung von Belarus auf internationaler Arena sehr wichtig. Serbien ist dankbar Belarus für seine nachhaltige und prinzipielle Unterstützung in Hinsicht auf die territoriale Integrität und Souveränität unseres Staates.

- Wie erfolgreich ist das wirtschaftliche Zusammenwirken?

Natürlich wollen die beiden Seiten, dass sich solche politischen Beziehungen auch in den Wirtschaftsbeziehungen widerspiegeln.

Konkretes Zusammenwirken zwischen serbischen und belarussischen Geschäftskreisen und Unternehmen, Diversifizierung der Kooperationsformen kann das Handelsvolumen erhöhen. Ich möchte hinzufügen, dass das 2009 unterzeichnete zwischenstaatliche Freihandelsabkommen zwischen Belarus und Serbien sowie das am 25. Oktober dieses Jahres unterzeichnete Freihandelsabkommen zwischen Serbien und der EAWU einen umfassenden Beitrag dazu leisten.

Man muss die Kooperation in Bankwesen, Tourismus, Medizin, Pharmazeutik aktiv entwickeln.

Es ist wesentlich, dass die Arbeit an den Lieferungen von Kalidüngern für Bedürfnisse der Landwirtschaft Serbiens fortgesetzt wird.

Im Fahrplan zur Entwicklung der Zusammenarbeit ist die Mitwirkung für Aufzugshersteller „Mogiljowliftmasch“ zum Eintritt in den Markt Serbiens einzeln angegeben. Es wird die Frage zur Organisation von Lieferungen belarussischer Obusse des Minsker Automobilwerk MAZ sowie Obusse und Elektrobusse des Kommunalmaschinenbetriebs „Belkommunmasch“ für den Transportbetrieb „Belgrad“ durchgearbeitet.

Ihm zufolge sei die Entwicklung der Frage zum Ankauf der Tagebautechnik des Belarussischen Automobilwerks BelAZ vielversprechend.

In der Sitzung des Geschäftsrats unterzeichneten Fahrradhersteller „Motowelosawod“ und Trayal Corporation einen Liefervertrag in Höhe von 100 Tsd. Euro.

Es wird die Frage zur Versorgung des Fahrzeugsparks des Innenministeriums Serbiens mit Geely-Fahrzeugen besprochen.

- Auf solche Weise gibt es viele Beispiele für gemeinsame Projekte…

- Ja, das ist wirklich so. Seit langem arbeiten in Serbien gemeinsame Produktionsbetriebe für Traktoren und Busse.

In den Jahren 2018/2019 wurde das Projekt zur gemeinsamen Herstellung von Feuerwehrwagen erfolgreich umgesetzt.

Es wird eine Möglichkeit zur Lieferung von Landtechnik nach Serbien und zur Organisation des Montagebetriebs für Mähdrescher von „Gomselmasch“ durchgearbeitet.

Das serbische Unternehmen Dana Holding setzt große Bauprojekte wie „Majak Minska“ und „Minsk-Mir“ weiterhin um. In der belarussischen Hauptstadt wurden Business Center „Dana Center“ und das Handelshaus „Dana Mall“ eröffnet.

Ich bin sicher, dass die digitale Wirtschaft und Hochtechnologien neue Möglichkeiten für die Durchführung gemeinsamer Projekte bieten.

- Was bringt Ihrer Meinung nach die Völker beider Länder näher zusammen?

- Belarussen und Serben sind nahe Völker. Wir haben gemeinsames Wertesystem. Es ist uns leicht, einander zu verstehen. Sowohl die serbische als auch die belarussische Seite wollen, dass unsere Völker einander besser kennenlernen und besuchen. Zumal führt die Fluggesellschaft „Belavia“ dreimal pro Woche Direktflüge aus Minsk nach Belgrad durch.

Ein wichtiger Moment in der Annäherung ist auch das Zusammenwirken im Kulturbereich. Viele Werke der serbischen Literatur wurden ins Belarussische und viele belarussische Werke ins Serbische übersetzt. Unsere Universitäten arbeiten zusammen. Studenten studieren die serbische Sprache und Literatur an der Philologischen Fakultät an der Belarussischen Staatlichen Universität (BGU). Die Kulturtage Serbiens in Belarus und die Kulturtage von Belarus in Serbien werden ständig abgehalten und sind von großem Interesse.

- Welche Bedeutung misst die serbische Seite dem Besuch des Präsidenten von Belarus in Belgrad bei?

- Es wird großes Gewicht auf den offiziellen Besuch des belarussischen Präsidenten, Alexander Lukaschenko, in Serbien gelegt. Geplant sind Verhandlungen auf höchster Ebene. Es sollen bilaterale Dokumente in den Bereichen Bildung, Innovationen, Entwicklung digitaler Technologien, Entwicklung der Interbankenkooperation, Handelsdokumente zwischen serbischen und belarussischen Unternehmen signiert werden. Es finden auch das serbisch-belarussische Businessforum und das IT-Forum statt.

Vor dem offiziellen Besuch werden die Sitzungen der belarussisch-serbischen Arbeitsgruppe für Zusammenarbeit in Landwirtschaft und Ernährung und der gemeinsamen Kommission für Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technik durchgeführt.

Ich kann sagen, dass der Präsident von Belarus als Ehrengast in Serbien erwartet wird. Serbien wartet auf Treffen auf höchster Ebene für die weitere Entwicklung von Beziehungen mit Belarus und neue Perspektiven dieser umfangreichen Kooperation.

Alina GRISCHKEWITSCH,

BelTA

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