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25 Mai 2021, 15:06

Kremlsprecher Peskow über Vorfall mit Ryanair: Belarus handelte nach internationalen Regeln

Dmitri Peskow. Foto TASS
Dmitri Peskow. Foto TASS

MOSKAU, 25. Mai (BelTA) – Russlands Kremlsprecher Dmitri Peskow kommentierte den Vorfall mit der Ryanair-Maschine am 23. Mai und sagte, dass die belarussische Behörden in dieser Situation streng nach den internationalen Regeln und Normen gehandelt haben.

„Wenn wir es richtig verstehen, gab es eine Meldung, dass an Bord der Maschine eine Bombe deponiert war. In Übereinstimmung mit den internationalen Regeln hat die Flugverkehrskontrolle die Piloten darüber gewarnt. Das war eine große Gefahr sowohl für die Crew als auch für alle Passagiere an Bord. Um diese Gefahr zu minimieren, wurden bekanntlich bestimmte Maßnahmen auf der Seite der Fluglotsen unternommen“, sagte Dmitri Peskow.

Der Kremlsprecher hält die Vorwürfe, dass die belarussischen Behörden auf irgendwelche Art und Weise die Sicherheit russischer Fluggäste gefährdet hätten, für unbegründet. Immerhin bestand für das ganze Flugzeug die mögliche Gefahr im Zusammenhang mit der Bombendrohung, deshalb hat Belarus entsprechende Sicherheitsmaßnahmen ergriffen.

Dass die europäischen Fluggesellschaften aufgefordert wurden, Belarus zu umfliegen, hält Peskow für eine voreilige Entscheidung, die in Moskau auf Bedauern stößt. „Man muss verstehen, dass diese Empfehlungen letztendlich die einfachen Passagiere treffen werden, weil sie dann eine oder mehrere Stunden mehr in der Luft verbringen oder die Flugtickets zu einem höheren Preis kaufen werden. Das ist sehr bedauerlich“, sagte er.

Nach Meinung des Kremlsprechers könnte die EU den Vorfall mit der Ryanair-Maschine zuerst objektiv untersuchen, anstatt den Fluggesellschaften sofort das Flugverbot über Belarus zu empfehlen.

Dmitri Peskow hat nicht ausgeschlossen, dass der Vorfall mit Ryanair beim nächsten Treffens von Lukaschenko und Putin thematisiert wird.

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