MINSK, 4. September (BelTA) – Die Europäische Union wird gegen den belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko keine Sanktionen einführen. Das teilte die Nachrichtenagentur TASS unter der Berufung auf die deutsche Tageszeitung „Die Welt" mit.
Gegen Sanktionen haben sich Deutschland, Frankreich und Italien ausgesprochen. Aus ihrer Sicht würde die Einführung persönlicher Sanktionen gegen Alexander Lukaschenko den Dialog mit Minsk stark beeinträchtigen. Für die Sanktionen gegen den belarussischen Staatschef setzten sich in erster Linie die Ostseestaaten und Polen ein.
Mitte August hat die EU angekündigt, dass sie wegen der Proteste in Belarus Sanktionen gegen ca. 20 Staatsbeamte einführen kann. Ihnen könnte die Einreise in die EU und Zugang zum europäischen Bankensystem gesperrt werden. Beim inoffiziellen Treffen in Berlin am 27./28. August haben die EU-Außenminister beschlossen, die Sanktionen gegen Belarus möglichst schnell zu verhängen.
