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26 September 2022, 12:31

Makej denkt, es mache keinen Sinn, russische Militärstützpunkte in Belarus zu stationieren

Wladimir Makej. Foto von Außenministerium der RB
Wladimir Makej. Foto von Außenministerium der RB

MINSK, 26. September (BelTA) - Der belarussische Außenminister Wladimir Makej denkt, dass es keinen besonderen Sinn macht, ausländische Militärstützpunkte, einschließlich russischer, im belarussischen Staatsgebiet zu stationieren. So ein Statement hat er in einem Interview mit RIA Novosti am Rande der UN-Generalversammlung in New York abgegeben, wie die BELTA vom belarussischen Außenministerium mitgeteilt bekam.

Der Minister hat hingewiesen, dass der Präsident von Belarus als verantwortungsbewusster Politiker, dem klar sei, dass das Schicksal des Staates von seinen Entscheidungen abhängt, der Stärkung der Verteidigungskapazitäten von Belarus große Aufmerksamkeit schenkt und dem Verteidigungsministerium und dem Staatssekretariat des Sicherheitsrates ganz klare Aufgaben zur Verbesserung der Kampfbereitschaft der Streitkräfte und Gewährleistung eines angemessenen Niveaus der Verteidigungsfähigkeit stellt. "Das ist unter den derzeitigen Bedingungen die wichtigste Aufgabe. Denn wir sehen, wie unberechenbar das Verhalten unserer Partner heute ist", so der Außenminister.

Auf die Frage, ob die Einrichtung russischer Militärstützpunkte in Belarus angesichts der militärischen Aufrüstung der NATO an den westlichen Grenzen von Bedeutung sei, antwortete Wladimir Makej: "Diese Gespräche werden schon seit langem geführt. Niemand weiß, was passieren kann, und angesichts der unvorhersehbaren Entwicklungen und des unvorhersehbaren Verhaltens unserer Partner kann nichts für die Zukunft ausgeschlossen werden. In Anbetracht des hohen Niveaus militärischer Technologien, das heute erreicht ist, halte ich es jedoch für wenig sinnvoll, zusätzliche ausländische, in diesem Fall zusätzliche russische Militärstützpunkte im belarussischen Staatsgebiet zu stationieren.

"Es reicht aus, die entsprechende Ausrüstung im Gebiet Smolensk oder anderswo zu stationieren, und es wird sich sogar effektiver erweisen als die Errichtung spezieller russischer Stützpunkte in Belarus", ist Wladimir Makej der Ansicht.

Er erinnerte daran, dass Belarus und Russland eine gemeinsame Truppengruppe haben, dass es gemeinsame Schulungen und Pläne für gemeinsame Militärübungen gibt. "Und der russische Präsident Putin hat auf einer Veranstaltung oder in einem Interview klar gesagt, dass, wenn jemand versucht, irgendeinen Versuch gegen Belarus zu unternehmen, werden wir das als einen Angriff auf den Unionsstaat und zwar wie auf die Russische Föderation, wahrnehmen", so der belarussische Außenminister.

Er beantwortete auch die Frage über die Bedeutung der Stationierung russischer Atomwaffen in Belarus. "Unsere Präsidenten haben vor einiger Zeit auch darüber gesprochen. Unter anderem darüber, dass bestimmte Flugzeugtypen aufgerüstet und unter anderem mit geeigneten Mitteln für den Einsatz von Atomwaffen ausgestattet werden sollen. Einige andere Optionen können auch nicht ausgeschlossen werden. Meines Erachtens hängt jedoch alles vom Verhalten unserer Partner und von den unmittelbaren Bedrohungen für Belarus und Russland ab. Und wenn solche Schritte von unseren westlichen Partnern unternommen werden, werden wir natürlich gemeinsam mit Russland angemessene Gegenmaßnahmen entwickeln", sagte Wladimir Makej.

"Auch im Sinne, dass bestimmte Atomwaffen stationiert werden?" stellte ein Journalist eine zu präzisierende Frage.

"Ich kann jetzt nichts sagen, ich möge diese Verantwortung nicht übernehmen. Aber ich weiß, dass diese Fragen von unseren führenden Politikern und den Verteidigungsministerien erörtert wurden. Und ich denke, dass unsere Länder, wenn es erforderlich wird, sind dazu bereit, die stärksten Schritte zu unternehmen, um unseren Ländern und unseren Völkern verlässliche Sicherheit zu gewährleisten", antwortete Wladimir Makej.

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