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Politik
26 September 2022, 15:14

Makej: Die „Großen der Welt“ wollen einander nicht zuhören

MINSK, 26. September (BelTA) – Die „Großen der Welt“ haben keine Lust, einander zuzuhören und zu verstehen. Das erklärte der belarussische Außenminister Wladimir Makej während der Online-Pressekonferenz am 25. September.

Totale Radikalisierung, tiefe Konfrontation und destruktive Anklage-Rhetorik - so beschrieb der Minister die vergangene UN-Generalversammlung in New York.

„Die Atmosphäre war nicht gerade angenehm, sogar sehr unkomfortabel. Ich habe insbesondere bei den „Großen der Welt“ keinen Wunsch gesehen, einander zuzuhören und einander zu verstehen. Leider. Der Westen hält sich für zivilisiert, aber in den meisten Fällen merkt man keine Spur davon. Die Politiker erlauben in ihren Reden vor dem UN-Sicherheitsrat persönliche Beleidigungen, was für die hochrangigen Diplomaten absolut inakzeptabel ist“, sagte Wladimir Makej.

Viele Außenminister sind politische Figuren, die in ihren Ämtern wenig Ahnung von Diplomatie haben. „Ich erinnere nur an die Aussage eines europäischen Diplomaten, der die Auffassung vertrat, dass der Konflikt in der Ukraine auf dem Schlachtfeld gelöst werden sollte. Das widerspricht allen Grundsätzen und Normen der diplomatischen Ethik und der Moral. Die Diplomatie unterstützt immer Lösungen von Problemen, die am Verhandlungstisch und im Dialog herbeigeführt werden“, betonte der Minister.

Wladimir Makej erinnerte an das Vorgehen des sowjetischen Diplomaten und Außenministers Andrej Gromyko. Der gebürtige Belarusse betonte, dass 10 Jahre Verhandlungen besser seien als ein Tag Krieg.

„So traurig es auch ist, aber wir müssen heute zugeben, dass die Diplomatie heute leider auf der Kippe steht. Aber ich bin überzeugt, dass früher oder später jeder erkennen wird, dass konfrontative Ansätze ruinös sind. Belarus hat immer die Auffassung vertreten, dass nur der Dialog, nur Verhandlungen alle Probleme lösen können, auch wenn es sehr akute Probleme und militärische Auseinandersetzungen sind. Das ist eine Politik, die wir in der UNO verfolgt haben und weiter verfolgen werden. Wir werden immer für eine Versöhnungsagenda eintreten“, sagte Wladimir Makej.

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