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13 Oktober 2022, 11:26

Makej schlißt nicht aus, Belarus könnte zukünftig vollwertige Beteiligung an CICA in Erwägung ziehen

Wladimir Makej
Wladimir Makej

ASTANA, 13. Oktober (BelTA) - Der belarussische Außenminister Wladimir Makej schließt nicht aus, dass Belarus in Zukunft eine vollständige Teilnahme an der Konferenz über Interaktion und vertrauensbildende Maßnahmen in Asien (CICA) in Erwägung ziehen könnte, berücksichtigend die Tatsache, dass die Umwandlung dieses Forums in eine vollwertige internationale Organisation diskutiert wird.

Der Außenminister wies darauf hin, dass die CICA-Plattform wichtig sei, um in erster Linie sicherheitsrelevante Fragen zu diskutieren. "Wir können sagen, dass es jetzt viele regionale Organisationen im eurasischen Raum gibt, die sich auf die eine oder andere Weise den Fragen der militärischen und politischen, handelspolitischen und wirtschaftlichen, humanitären Zusammenarbeit usw. nähern", sagte Wladimir Makej.

Er erinnerte daran, dass die CICA 1992 als Forum gegründet wurde, während Kasachstan nun die Idee verfolgt, das Treffen in eine echte internationale Organisation umzuwandeln. "Wir werden dann die Möglichkeit einer vollwertigen Beteiligung an dieser Organisation prüfen", sagte der Minister.

Gleichzeitig ermahnte Wladimir Makej, dass vor kurzem auf dem SOZ-Gipfel das Beitrittsverfahren für Belarus als Vollmitglied eingeleitet wurde. "Wir müssen eine bestimmte Phase durchlaufen. Wir wollen uns im gegebnwärtigen Moment nicht auf viele Bereiche konzentrieren. Wir werden uns auf die Arbeit in den Organisationen konzentrieren, die für uns von vorrangiger Bedeutung sind. Insbesondere die SOZ ist für uns jetzt von großem Interesse, da wir mit ihr seit langem in verschiedenen für uns vorrangigen Bereichen aktiv zusammenarbeiten. Insbesondere inmitten der Sanktionen. Daher ist die SOZ eine Priorität. Wir schließen jedoch nicht aus, dass wir uns aktiv in jenen Organisationen engagieren werden, die für uns vor allem im Bereich der wirtschaftlichen, politischen und humanitären Zusammenarbeit interessant sein könnten", so der belarussische Außenminister.

Er wurde auch gefragt, ob solche internationalen Zusammenschlüsse wie die CICA oder SOZ, die frei von Druck und Politisierung sind, unter den derzeitigen Umständen effektiver seien als die OSZE oder sogar die UNO. "Ich würde die Effektivität verschiedener regionaler und universeller Organisationen nicht vergleichen. Da jede Organisation ihren eigenen Zuständigkeitsbereich hat und befasst sich mit ihren eigenen Schwerpunkten. Natürlich ist die UNO eine universelle Organisation, die für Fragen des Friedens und der Sicherheit weltweit zuständig sein sollte. Wir müssen offen sagen, dass sie heute leider der Dynamik der heutigen Vorgänge hinterherhinkt und den ihr übertragenen Aufgaben nicht gerecht wird", so der Minister.

Die SOZ wurde wiederum in erster Linie gegründet, um den Handel und die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Staaten im eurasischen Raum zu stärken, erklärte Wladimir Makej.

"Deshalb ist jede Organisation auf ihre eigene Weise wichtig. Und ich möchte noch einmal betonen, dass wir an einer größtmöglichen Beteiligung an der Arbeit derjenigen universellen und regionalen Organisationen interessiert sind, die Belarus zugute kommen werden. Bringt das uns Vorteile, werden wir uns sicherlich aktiv beteiligen", so der belarussische Außenminister abschließend.

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