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30 Juni 2022, 17:43

Makej und Lawrow verurteilen Westen für Veränderung des Machtgleichgewichts in Europa

MINSK, 30. Juni (BelTA) – Belarus und Russland werden sich gemeinsam mit gleichgesinnten Staaten weiterhin für das UN-zentrische System der Weltordnung einsetzen. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung des belarussischen Außenministers Wladimir Makej und dem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow anlässlich des 30. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Belarus und Russland hervor. Diese Erklärung haben die Minister im Anschluss an die Gespräche am 30. Juni in Minsk unterzeichnet.

„Seit vielen Jahren erleben wir, wie westliche Länder und ihre Satelliten in ihrer Ablehnung der multipolaren Weltordnung der Weltgemeinschaft ihre eigene Vorstellung vom internationalen Geschehen aufzwingen, und zwar unter dem Vorwand, dass es notwendig ist, eine Art „regelbasierte Ordnung“ zu schaffen. Sie ignorieren völlig den in der Charta der Vereinten Nationen verankerten Grundsatz eines echten Multilateralismus und untergraben das Völkerrecht“, heißt es in der Erklärung.

Im Dokument heißt es, dass Belarus und Russland gemeinsam mit gleichgesinnten Ländern weiterhin für ein UN-zentriertes System der Weltordnung eintreten, zum Abbau internationaler Spannungen beitragen und einen gleichberechtigten, von gegenseitigem Respekt geprägten Dialog entwickeln werden, der darauf abzielt, einen fairen Interessenausgleich zwischen allen Staaten zu finden.

Belarus und Russland äußerten ihre tiefe Besorgnis über die immer schwerer werdenden Situation im Bereich der internationalen und regionalen Sicherheit, die auf die destruktiven Aktivitäten bestimmter Staaten und militärisch-politischer Allianzen zurückzuführen ist. Die Minister wiesen auf die schwerwiegenden Herausforderungen in diesem Bereich hin, darunter die Untergrabung der strategischen Stabilität, die Zerstörung der Rüstungskontrolle und die Provokation eines Wettrüstens.

„Die Aktivitäten des Westens, die darauf abzielen, das bestehende Gleichgewicht der Kräfte in Europa zu verändern, sind beispiellos seit dem Ende des Kalten Krieges. Der Ausbau der militärischen Kapazitäten der USA und ihrer NATO-Verbündeten, die Intensivierung ihrer militärischen Ausbildungsaktivitäten, die Schaffung einer globalen Raketenabwehr durch die USA und seine europäischen Verbündeten beeinträchtigen direkt die nationalen Interessen von Belarus und Russland und bedrohen den Frieden, die Sicherheit und die Stabilität in der europäischen Region“, betonten die Minister.

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