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Politik
20 Juli 2021, 18:50

Makej: Verantwortungslosigkeit und Unberechenbarkeit des Westens wird zur Norm

MINSK, 20. Juli (BelTA) – Außenminister Wladimir Makej hat nach der heutigen Besprechung beim Präsidenten zu aktuellen Prioritäten der belarussischen Außenpolitik vor Journalisten gesagt, dass der Westen gegenüber Belarus und in Bezug auf die Sicherheit in der Region verantwortungsvoll und unberechenbar handelt.

„Die Verantwortungslosigkeit und völlige Unberechenbarkeit des Westens wird heute zur absoluten Norm seines Verhaltens. Was sich in Bezug auf Belarus abspielt, geht über das menschliche Verständnis hinaus. Es ist ein Spiel ohne Regeln. In dieser Situation ist es auch für uns sehr schwierig, uns an irgendwelche Regeln zu halten. Deshalb werden wir auf die Entwicklung der Situation angemessen reagieren müssen“, sagte der Außenminister.

Belarus habe immer darauf bestanden, Konflikte und Probleme auf diplomatischem Wege friedlich zu lösen, so Makej. „Keine Sanktionen, keine Waffengewalt. Das haben wir stets betont. Und selbst in diesem gegen uns angezettelten politischen und wirtschaftlichen Krieg, selbst unter Einsatz terroristischer Mittel gegen uns glauben wir fest daran, dass es Raum für einen Dialog gibt. Wir werden keine Brücken hinter uns abbrennen. Wir sagen unseren Partnern immer, dass sie innehalten und darüber nachdenken sollen, wozu diese oder jene Aktion führen könnte, und dass man Schritte ausarbeiten soll, die zur Verbesserung der Lage führen und die fragile Stabilität in der Region nicht stören“, sagte der Minister.

„Sie wollen aus Belarus eine zweite Ukraine machen. Aber es wird ein noch heißerer Punkt auf der Landkarte sein. Und wir sind natürlich entschlossen, dies zu verhindern“, betonte Wladimir Makej.

Belarus will seine Partnerstaaten dazu ermuntern, gemeinsam über globale Herausforderungen und Bedrohungen nachzudenken. Dazu gehören die Bekämpfung von Pandemie, Klimawandel, Hunger, die Aufrechterhaltung der regionalen Sicherheit, die Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus und die international organisierte Kriminalität. „Das sind die Kanäle für den Dialog, die man unserer Meinung nach offenhalten sollte. Sie sollen uns ermöglichen, zumindest die ersten Schritte zur gegenseitigen Verständigung zu unternehmen. Früher haben wir uns doch immer gut verstanden“, sagte Minister. „Wir sehen im Westen eine totale Verantwortungslosigkeit und den Unwillen, auf den gesunden Menschenverstand zu hören. Aber wie schwierig es auch sein mag, wir werden die Prinzipien unserer Außenpolitik umsetzen, die unser Land schon immer geprägt haben.“

Der Minister beantwortete auch die Frage nach der Personalsituation im belarussischen diplomatischen Dienst. Wladimir Makej zeigte sich überzeugt, dass die überwiegende Mehrheit der Beamten im Außenministerium absolut loyale Menschen sind, dass sie bereit sind, unter den modernen Herausforderungen zu arbeiten. „Es steht fest: Der Westen hat einen offenen Krieg gegen Belarus begonnen. Wir wissen warum. Aber es gibt einzelne Personen, die ihre Zweifel haben. Menschen, die vielleicht noch nicht ganz verstanden haben, was los ist. An diese Menschen wandte sich heute der Staatschef mit einem Appell. Er hat sie aufgefordert, ihre Position klar zu beziehen und sich fest daran zu halten. Wenn man regierungstreu ist, sollte man daraufhin auch arbeiten. Wenn man zweifelt, sollte man lieber den diplomatischen Dienst verlassen und sich nicht in die Arbeit des Ministeriums und der ausländischen Institutionen einmischen“, sagte der Außenminister.

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