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31 März 2022, 18:07

Parlament äußert sich negativ über Nicht-Einladung belarussischer Diplomaten zu KZ-Gedenkfeiern

MINSK, 31. März (BelTA) – Der Rat der Repräsentantenkammer hat am 31. März eine Erklärung verabschiedet, in der er die Nichteinladung belarussischer Diplomaten zu den Gedenkfeiern anlässlich des 77. Jahrestages der Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora verurteilte. Darüber informiert der Pressedienst der Repräsentantenkammer.

Die Repräsentantenkammer der Nationalversammlung der Republik Belarus hat die Information über die Nichteinladung belarussischer und russischer Diplomaten im Ausland zu den Gedenkfeiern anlässlich des Jahrestages der Befreiung der Konzentrationslager in Buchenwald und Mittelbau-Dora in diesem Jahr äußerst negativ aufgenommen.

„Wir betrachten diesen Schritt als einen öffentlichen Akt der Missachtung gegenüber der Rolle, die die Völker der UdSSR bei der Niederschlagung des Faschismus gespielt haben, und gegenüber dem Opfer, das Belarus und Russland auf dem Altar des Großen Sieges gebracht haben“, heißt es in der Erklärung.

Der Beitrag der sowjetischen Armee zur Befreiung der Völker Europas vom Nationalsozialismus ist unbestreitbar. Durch die erfolgreichen Operationen der sowjetischen Truppen kam es zu einem grundlegenden Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg.

„Die Gesetze der Geschichte sind unerbittlich, und wer sie verfälscht, riskiert ernsthafte politische Herausforderungen. Jeder Eingriff in die historische Wahrheit wird von unserer Seite mit der größtmöglichen Entschlossenheit beantwortet werden. Das Gedenken sollte außerhalb jedes politischen Kontextes bleiben“, erklärte die Unterkammer des Parlaments. „Das belarussische Volk, das während des Zweiten Weltkriegs zum Opfer des Völkermordes wurde, weiß solche Werte wie Frieden, Sicherheit, Freiheit und das Recht auf Leben zu schätzen. Diese Werte sollten gemeinsam und unteilbar sein“.

Die Mitglieder der Abgeordnetenkammer bedauern, dass das Gedenken an die Befreiung der Konzentrationslager gerade jetzt, wo Neonazismus und Fremdenfeindlichkeit in Europa wieder auf dem Vormarsch sind, zu einem spaltenden Faktor geworden ist.

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