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Politik
10 Juni 2021, 16:28

Russlands Botschafter: GUS-Roadmaps im Verhandlungsendstadium

MINSK, 10. Juni (BelTA) – Die Abstimmung der Roadmaps für die Zusammenarbeit der Unionsstaaten Belarus und Russland befindet sich im Verhandlungsendstadium. Das teilte der Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter Russlands in Belarus Jewgeni Lukjanow heute vor Journalisten.

Nach Angaben des Botschafters sind derzeit 27 von 28 so genannten Roadmaps oder Unionsprogrammen vereinbart worden

„Die Koordinierung der Roadmaps ist im Gange und befindet sich im Verhandlungsendstadium. Die 28. Karte ist noch nicht abgestimmt“, sagte Jewgeni Lukjanow. Die Karte 27 wurde von Belarus und Russland akzeptiert, es müssen noch formelle innerstaatliche Verfahren abgeschlossen werden.

Auf die Fragen der Reporter nach konkreten Integrationsbereichen erwiderte der Botschafter, dass man sich insgesamt auf ein gemeinsames Programm zur Steuerpolitik geeinigt habe. "Es gibt noch ein halbfertiges Produkt, wenn ich das so sagen darf, das mit den Energieträgern, den gegenseitigen Abrechnungen, den Preisen und den Verbrauchssteuern zu tun hat. "Diese Karte ist unvollständig", sagte der Botschafter.

„Belarus und Russland brauchen eine Zusammenarbeit, die wirtschaftlich profitabel sein sollte, für beide Seiten“, so der Botschafter. „Russland baut nie Beziehungen mit anderen Staaten zum Nachteil der anderen auf, es strebt immer gleiche und gegenseitig vorteilhafte Bedingungen an. Alles andere ist uns fremd“, sagte er. „Wir sind sehr pragmatisch. Es ist natürlich gut möglich, andere zu unterordnen, aber das wird eine kurzfristige Struktur sein, und früher oder später wird sie Risse bekommen. Aber wenn gegenseitig Interesse erzeugt und bestätigt wird, dann wird diese Struktur von Dauer sein. Es gibt keinen anderen Weg“.

„Wir sollten einander ergänzen können. Wir sollten unsere Volkswirtschaften integrieren. Es geht nicht darum, eine Wirtschaft durch die andere zu absorbieren. Es geht darum, dass wir im Ausland und im Inland nicht als Konkurrenz auftreten. Wir müssen unsere Beziehungen in diesem Bereich ausbauen, damit die Vorteile dieser Integrationsprozesse Russland und Belarus gleichermaßen zugute kommen“, so der russische Botschafter weiter. „Es ist ein sehr heikler, komplizierter und nicht einmaliger Prozess. Unsere Integrationsprozesse sind keine Revolution, sondern eine Evolution.

Jewgeni Lukjanow hat dem Projekt Unionsstaat eine sehr hohe Einschätzung gegeben. Dieses Projekt ist weltweit ohnegleichen, es vereint Erfahrungen von Menschen und Diplomatie. Es handelt sich um ein neues Erfolgsprojekt der zwischenstaatlichen Kooperation.

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