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20 Mai 2022, 14:24

Rybakow: Unter dem Deckmantel der Ukraine sucht Westen nach Anlässen für neue Sanktionen

MINSK, 20. Mai (BelTA) – Unter dem Deckmantel der Ereignisse in der Ukraine suchen die westlichen Staaten nach Gründen und Anlässen für neue einseitige Sanktionen. Das sagte der ständige Vertreter von Belarus bei der UNO, Walentin Rybakow, auf der Sitzung des UN-Sicherheitsrates zum Thema Konflikte und Ernährungssicherheit.

„Wir bedauern, dass die Urheber von Restriktionen auch unter den gegenwärtigen Umständen damit beschäftigt sind, nach Gründen für die Einführung neuer Sanktionen zu suchen. Dabei sehen sie im Konflikt in der Ukraine die Quelle aller Probleme der Menschheit und vergessen die zahlreichen Konflikte in anderen Regionen der Welt“, sagte Rybakow.

„Noch lange vor den Ereignissen in der Ukraine hat der Westen Sanktionen gegen Belarus verhängt, weil ihm die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen in Belarus nicht gefallen haben. Der Westen begründete die eingeführten Sanktionen unter anderem damit, dass das belarussische Volk selbst diese Sanktionen verlangte. Es wurde behauptet, dass die Sanktionen dem belarussischen Volk Freiheit bringen würden. Man wollte uns davon überzeugen, dass die Sanktionen selbst Freiheit bedeuten, dass sie frei machen", sagte er.

„Etwas Ähnliches haben wir schon einmal gehört. Damals wurde allerdings das Wort „Arbeit“ anstelle von „Sanktionen“ verwendet. Die Arbeit macht frei – hieß es. Ich bin sicher, dass dieser Satz, der am Eingangstor vieler NS-Konzentrationslager geschrieben stand, von den hier Anwesenden noch nicht vergessen worden ist. Und wir werden es auch nie vergessen“, sagte Walentin Rybakow.

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen sowie die zuständigen internationalen Organisationen, darunter die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation, das Welternährungsprogramm, die Welthandelsorganisation, die Weltbank und der Internationale Währungsfonds, sprechen alle mit einer Stimme über die nachteiligen Auswirkungen einseitiger restriktiver Maßnahmen und Sanktionen auf die internationale Ernährungssicherheit. Bereits im November 2021 berichtete die Weltbank über die negativen Auswirkungen der von der EU, den USA, dem Vereinigten Königreich und Kanada verhängten Sanktionen gegen belarussische Kalidünger.

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat die internationale Gemeinschaft wiederholt davor gewarnt, dass die Sanktionen gegen die belarussische Kaliindustrie und Lebensmittelindustrie nur Schaden bringen würden. Diese Warnungen des belarussischen Staatschefs wurden der Generalversammlung und dem UN-Sicherheitsrat vorgelegt.

„Aber die Autoren dieser Sanktionen waren damals nicht bereit zuzuhören, und sie hören auch heute nicht auf die internationalen Institutionen, Experten oder Vertreter der Länder, wo Hunger und Unterernährung herrschen und wo der Kampf ums blanke Überleben geführt wird“, sagte Walentin Rybakow. „Infolgedessen ist der Index der Agrarpreise laut Weltbank bis Mai 2022 um 43% gegenüber dem Vorjahr gestiegen, und jeder zusätzliche Prozentpunkt wird dazu führen, dass weitere 10 Millionen Menschen in extreme Armut geraten. Der UN-Generalsekretär hat heute einen Anstieg der Preise für Grundnahrungsmittel um 30% festgestellt, was eine direkte Bedrohung für die Menschen in Afrika und im Nahen Osten darstellt.“

Nach Ansicht des Ständigen Vertreters von Belarus bei den Vereinten Nationen sollten die Autoren der Sanktionen ihre Restriktionspolitik überdenken und einen umfassenden und flexiblen Ansatz finden, um auf politische Vorurteile zu verzichten. „Es ist noch nicht zu spät, die richtigen Entscheidungen zu treffen,“ sagte der ständige Vertreter von Belarus bei der UNO.

„Wir schließen uns dem Aufruf des UN-Generalsekretärs an, die Sanktionen aufzuheben und die Lebensmittel- und Düngemittelproduktion in Belarus wieder in die Weltmärkte zu integrieren. Dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung internationale Ernährungssicherheit. Belarus ist seinerseits bereit, mit allen interessierten Parteien zusammenzuarbeiten und alle konstruktiven Vorschläge zu prüfen, auch ohne jede politische Voreingenommenheit“, sagte Walentin Rybakow.

Belarus werde weiterhin alles tun, um den von Alexander Lukaschenko initiierten Dialog zur schnellstmöglichen Beendigung des Konflikts in der Ukraine zu unterstützen, und sei bereit, einen Beitrag zur weltweiten Ernährungssicherheit zu leisten, fügte der Ständige Vertreter hinzu. Er forderte die Urheber der Sanktionen erneut auf, auf die Stimme der internationalen Gemeinschaft zu hören und diesen zerstörerischen Mechanismus nicht weiter anzuwenden.

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