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Serbischer Botschafter: Wir sehen Beziehungen in Handel und Wirtschaft mit Belarus optimistisch an

Politik 14.02.2020 | 15:52
Veljko Kovačević. Archivfoto
Veljko Kovačević. Archivfoto

MINSK, 14. Februar (BelTA) - Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter Serbiens in Belarus, Veljko Kovačević, hält die Entwicklung der Zusammenarbeit in Handel und Wirtschaft zwischen Staaten für aussichtsreich. Das erklärte er vor Journalisten in Minsk.

Der gegenseitige Warenumsatz belief sich nach den Ergebnissen des vorigen Jahres auf $150 Mio. „Das ist objektiv gesehen wenig. Vor zwei Jahren hatten wir etwa $200 Mio.“, betonte der Botschafter. Ihm zufolge wird der gegenseitige Handel von der Marktkonjunktur, äußeren Faktoren beeinflusst. Wir rechnen mit der Wirtschaftskooperation. „Ich bin überzeugt, dass wir unsere Beziehungen in Handel und Wirtschaft optimistisch ansehen können“, unterstrich Veljko Kovačević.

„Serbien ist ein sich schnell entwickelndes europäisches Land. Sogar ich bin manchmal durch das Entwicklungstempo beeindruckt. Alle Weltstaaten bauen gegenseitig vorteilhafte Beziehungen aus. Belarus und Serbien sind keine Ausnahme. Die Beziehungen zwischen unseren Staaten zeichnen sich durch gegenseitiges Vertrauen, Aufrichtigkeit, Kooperationsbereitschaft aus. Die Offenheit ist sehr selten. Serbien schlussfolgert aus seinen tragischen Erfahrungen, wie wichtig die moralische, politische Unterstützung in schwierigen Zeiten ist“, sagte der Diplomat.

Ihm zufolge müssen sich die Länder, die an den Naturressourcen arm wie Belarus und Serbien sind, auf die Verwirklichung des wissenschaftlich-technischen Potenzials konzentrieren.

Ausgebaut wird auch die Zusammenarbeit in Bankbranche, Industrie, Landwirtschaft. „In Fahrplänen für die Zusammenarbeit wird die Förderung des Aufzugsproduzenten „Mogiljowliftmasch“ auf dem serbischen Markt hervorgehoben. Man denkt über Lieferungen belarussischer O-Busse und Elektrobusse für den Stadtbetrieb Belgrad, BelAZ-Muldenkipper nach. Der Reifenproduzent „Belschina“, der Betrieb „Mogiljowchimwolokno“ liefern ihre Erzeugnisse erfolgreich nach Serbien. Man überlegt sich darüber, den Automobilpark des serbischen Innenministeriums mit Geely-Autos zu versorgen“, sagte der Botschafter.

In diesem europäischen Land funktioniert die Montageproduktion von MAZ-Traktoren und Bussen. Im vorigen Jahr wurde die Herstellung von Feuerwehrmaschinen aufgrund belarussischer MAZ-Gestelle aufgenommen. Landwirtschaftslieferungen des Landmaschinenherstellers „Gomselmasch“ sind auch möglich. Kürzlich besuchte die Delegation des serbischen Ministeriums für Landwirtschaft Minsk, besichtigte die Milch- und Fleischbetriebe. Im Anschluss an diesen Besuch kann man Milch- und Geflügelfleischlieferungen nach Serbien vornehmen.

Der Botschafter betonte die positive Dynamik auf der Ebene der Staatschefs, Parlamente. Der belarussische Präsident, Alexander Lukaschenko, war in Serbien im vorigen Jahr zu Besuch. „Wir möchten, dass möglichst mehr Serben Belarus und umgekehrt besuchen und zwischenmenschliche Kontakte entwickelt werden“, betonte er.

Außerdem machte Veljko Kovačević auf die erfolgreiche Kooperation in Militärbranche aufmerksam. Als Beispiel führte er die Modernisierung von Flugzeugen MiG-29 für serbische Luftkräfte in Belarus an. Vier Flugzeuge übergab Belarus Serbien im Februar 2019 im Rahmen der militärtechnischen Hilfe. Danach hat das „Flugzeugreparaturwerk 558“ auf Bitte Serbiens das Navigationssystem der Flugzeuge, Bewaffung, radioelektronischen Schutz verbessert. Nach vorläufigen Angaben brauchte man von einem bis anderthalb Jahren für die Erfüllung des Auftrags. „In drei-fünf Monaten werden sie nach Serbien exportiert“, sagte der Botschafter.

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