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16 November 2022, 11:45

Sergejenko: Planmäßige Aufstockung der NATO-Streitkräfte in Europa geht auf 2017 zurück

Igor Sergejenko
Igor Sergejenko

BOBRUISK, 16. November (BelTA) – Die NATO hat mit einer planmäßigen Aufstockung ihrer Militärkräfte in Europa bereits 2017 begonnen. Das sagte Leiter der Präsidialverwaltung Igor Sergejenko während eines Treffens mit den Arbeitskollektiven der Stadt Bobruisk.

„In den letzten fünf Jahren hat sich die Stärke der NATO-Militärverbände in Osteuropa von 12.000 auf 35.000 Mann verdreifacht. Und in Europa insgesamt auf 60.000 Soldaten und Offiziere. Die Zahl der Flugzeuge hat sich verfünffacht. Dies alles begann 2017 und früher. Es deutet auf eine systematische Aufstockung der Streitkräfte hin“, sagte Igor Sergejenko.

Der Leiter der Präsidialverwaltung wies darauf hin, dass die militärische Sonderoperation Russlands in der Ukraine diese Prozesse beschleunigt hat. Die Situation im Baltikum ist ebenfalls schwierig. Was die Entsendung von Militärkontingenten betrifft, so gibt es unterschiedliche Besonderheiten, aber die militärische Präsenz ist dort nicht geringer.

„Wer ein normales Leben führt und arbeitet, soll verstehen, in was für einer komplizierten Welt wir heute leben. Was sich vor unseren Augen abspielt, ist nichts anderes als eine mediale und psychologische Kriegsführung“, so Igor Sergejenko.

In der Ukraine gibt es heute mehrere Zentren für Information und psychologische Kriegsführung. Sie erstellen Videos über angebliche Gräueltaten russischer Truppen in der Ukraine. Stichwort: Butscha. „Diese Versuche hören nicht auf. Auch in diesem Frühjahr haben sie versucht, Belarus zu provozieren, indem sie die Informationen darüber verbreiteten, dass die russischen Streitkräfte nicht nur ukrainische Territorien, sondern auch die Grenzgebiete in Belarus bombardiert haben. Wir haben auf solche Informationsattacken sofort reagiert, alles geprüft und dementiert. Aber bemerkenswert ist die ukrainische Quelle: Es waren hochrangige Beamte, die solche Fakes verbreiteten“, sagte Igor Sergejenko.

Zum heutigen Raketeneinschlag in Polen, bei dem eine Getreideanlage zerstört wurde und zwei Bürger ums Leben kamen, sagte Sergejenko: „US-Präsident Biden sagte, dass die vorläufigen Informationen darauf hindeuten, dass die Rakete nicht von russischem Territorium aus abgefeuert wurde. Die Polen sagten sofort, es seien die Russen. Heute beruft der polnische Präsident eine Dringlichkeitssitzung des Nationalen Sicherheitsrates ein. Wer profitiert davon? Es ist nicht klar, was sich dahinter verbirgt. Vielleicht einfache Fahrlässigkeit. Es liegt auf der Hand, dass diese Situation für die Ukraine von Vorteil ist. Und sie ist für Russland absolut unnötig. Und solche Situationen treten recht häufig auf. Alles ist zweideutig und nicht einfach“, sagte er.

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