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Politik
27 April 2022, 11:51

Teilnahme an Russland-Ukraine-Gesprächen: Normale Forderung eines souveränen Staates

Screenshot Belarus 1
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MINSK, 27. April (BelTA) – Jeder souveräne Staat hat das Recht, darauf zu bestehen, dass seine Interessen im Rahmen einer neuen Sicherheitsarchitektur berücksichtigt werden. Das sagte Sprecher des belarussischen Außenministeriums Anatoli Glas in einem Interview mit dem Staatssender Belarus 1.

Auf die Frage, ob Belarus an den Gesprächen zwischen Russland und der Ukraine teilzunehmen hat, erwiderte der Vertreter des Außenministeriums, Belarus habe diese Verhandlungen eigentlich initiiert. Die ersten drei Verhandlungsrunden hätten auf dem Territorium der Republik Belarus stattgefunden. „War das erste Treffen in der Atmosphäre einer gewissen Feindseligkeit verlaufen, so konnten die Gesprächspartner beim dritten Mal das Projekt einer potentiellen Vereinbarung auf den Tisch legen. Das war der Weg von der ersten bis zur dritten Runde“, sagte Glas.

Belarus sei wahrscheinlich das einzige Land, das so aufrichtig an einer Lösung der Ukraine-Krise interessiert sei. „Wir sind sowohl aus objektiven als auch aus subjektiven Gründen daran interessiert. Kein anderes Land hat einen solchen Wunsch, soweit ich weiß“, fügte er hinzu.

„Zu unserer Beteiligung möchte ich als Diplomat sagen, dass es für jeden souveränen Staat völlig normal ist, zu wünschen und zu fordern, dass seine Interessen in der neuen Sicherheitsarchitektur berücksichtigt werden. Darum geht es heute. Es wäre seltsam, sich darüber zu wundern“, sagte er.

Gleichzeitig gebe es eine Reihe ausländischer Akteure, denen die Interessen der Republik Belarus vollkommen egal seien. „Das ziehen wir auch in Betracht“, bemerkte Anatoli Glas.

„Auch unter den ins Exil geflohenen Belarussen gibt es solche, die ihr Land wirklich hassen und ihrem Land Zusammenbruch, Ruin und Zerstörung wünschen. Sie versuchen auch, viel Lärm zu machen. Aber offen gesagt, hat dieser Lärm keine Auswirkungen auf die wirkliche Diplomatie und den Stand der Dinge“, fügte der Vertreter des Außenministeriums hinzu.

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