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19 Mai 2020, 16:17

Tokajew: Umfang der Finanzierung sollte nicht Hauptkriterium für Personalausstattung der EAWK sein

Qassym-Schomart Tokajew. Archivfoto
Qassym-Schomart Tokajew. Archivfoto

MINSK, 19. Mai (BelTA) – Die Höhe der Finanzierungsmittel, die jedes Land der Eurasischen Wirtschaftsunion bereitstellt, sollte nicht das Hauptkriterium für die Personalausstattung der Eurasischen Wirtschaftskommission (EAWK) sein. Das erklärte der Präsident Kasachstans, Qassym-Schomart Tokajew, in der heutigen Sitzung des Obersten Eurasischen Wirtschaftsrates im Format einer Videokonferenz, wie ein BelTA-Korrespondent bekanntgab.

Der kasachische Staatschef hält das Quotensystem für die Anzahl der EAWK-Mitarbeiter aus jedem Land nicht für optimal. Ihm zufolge sollten die Bürger der EAWU gleichberechtigten Zugang zur Kommission, vor allem auf der Grundlage ihrer beruflichen Kompetenz, erhalten.

Laut Qassym-Schomart Tokajew würden der Wunsch und die Fähigkeit der Seiten, der Kommission supranationale Kompetenzen zu übertragen, von ihrer Professionalität, Integrität und Fähigkeit zum Schutz der Interessen aller beteiligten Länder unmittelbar abhängen. „Die grundlegende Frage ist das Vertrauen von Regierungen, Parlamenten und vor allem von Gesellschaften. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Bürger und Unternehmen in jedem Land verstehen, dass wichtige und drängende Fragen - von Zöllen bis hin zur veterinärmedizinischen Sicherheit - mit Blick auf ihre Interessen behandelt werden. Deshalb ist die Frage der Bildung des EAWK-Personals so wichtig“, unterstrich er.

Der kasachische Staatschef erinnerte daran, dass der EAWU-Vertrag eine paritätische Vertretung der Beamten in der Kommission vorsieht. „Es geht um Direktoren oder stellvertretende Direktoren von Abteilungen. Die Auswahl für Führungspositionen in der Kommission erfolgt jedoch unter Berücksichtigung des Anteils der Seiten an der Finanzierung der Kommission“, stellte Qassym-Schomart Tokajew fest. Er betonte, dass sich Kasachstan zunächst gegen solches Vorgehen ausgesprochen habe. Im Interesse der Unterzeichnung des EAWU-Vertrags sei die Position der kasachischen Seite zu gegebener Zeit aufgeweicht worden.

„Ich glaube, dass Quoten - die prozentuale Verteilung der Mitarbeiter unserer Länder - für unsere gemeinsame Sache nicht nützlich sind. Wie es in allen internationalen Organisationen gilt, sollte die Höhe der Mittel für die Kommission nicht als Hauptkriterium für die Bildung des Personals eines supranationalen Gremiums dienen. Wenn wir wirklich wollen, dass die EAWK als ein allgemeines supranationales Organ wahrgenommen wird, sollten wir den Bürgern aller Staaten der Union gleichen Zugang zur Arbeit gewähren, der sich in erster Linie auf die beruflichen Qualitäten ihrer Mitarbeiter stützt“, meint der Präsident Kasachstans.

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