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22 Januar 2020, 14:50

Verhandlungen zur Freihandelszone zwischen EAWU und Israel können im März stattfinden

Foto: Repräsentantenkammer
Foto: Repräsentantenkammer

MINSK, 22. Januar (BelTA) – Der Vorsitzende der Repräsentantenkammer der Nationalversammlung von Belarus, Wladimir Andrejtschenko, hat sich am ersten Tag seines Besuchs in Israel am 21. Januar mit dem Sprecher der Knesset, Juli-Joel Edelstein, getroffen. Das gab der Pressedienst der Unterkammer des belarussischen Parlaments der Nachrichtenagentur BelTA bekannt.

Der Besuch dauert bis zum 24. Januar. Wladimir Andrejtschenko hält sich zu einem Besuch in Israel im Auftrag des Staatschefs zur Teilnahme an den Veranstaltungen des Forums für Führungskräfte auf, das dem Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust und dem 75. Jahrestags der Befreiung von Auschwitz gewidmet ist.

Wladimir Andreichenko wies auf die Bedeutung dieser Ereignisse hin und sagte, dass das Gedenken an die Juden, die gegen den Nazismus kämpften, im belarussischen Parlament geehrt wird. Ihre Namen sind auf den Gedenktafeln im Foyer des Ovalen Saals der Repräsentantenkammer eingraviert. Der belarussische Sprecher fügte hinzu, dass Kopien von Dokumenten über sie der Gedenkstätte der Holocaust-Geschichte „Yad Vashem“ übergeben werden.

Die Parlamentarier erörterten auch Perspektiven der Umsetzung der Abkommen zur Errichtung der Freihandelszone zwischen Israel und der EAWU. Die Einrichtung einer solchen Zone liegt im Interesse beider Völker und lässt Fragen zur Sicherung des wirtschaftlichen Wohlstands und des sozialen Schutzes effektiv lösen. Laut Wladimir Andrejtschenko „öffne der belarussische EAWU-Vorsitz im Jahr 2020 ein Fenster der Gelegenheit in dieser Hinsicht. Der Politiker erklärte, dass die sechste Verhandlungsrunde über das Freihandelsabkommen zwischen der EAWU und dem Staat Israel für März 2020 in Moskau geplant ist.

Während des Treffens wurde die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit in internationalen Organisationen, insbesondere in der OSZE PV, hervorgehoben. Eine wichtige Richtung dieser Arbeit sollte darin bestehen, sich jedem Versuch der Revision der Kriegsergebnisse und der Verzerrung der historischen Wahrheit zu widersetzen.

Die Seiten erörterten Perspektiven der Entwicklung der bilateralen interparlamentarischen Zusammenarbeit. Wladimir Andrejtschenko nannte das Zusammenwirken zwischen den eingerichteten Freundschaftsgruppen produktiv. Die Nationalversammlung ist derzeit dabei, die Zusammensetzung der Arbeitsgruppe für bilaterale Zusammenarbeit zu aktualisieren und hat die Hoffnung geäußert, dass nach den Parlamentswahlen, die im März dieses Jahres in Israel in der Knesset der 23. Legislaturperiode stattfinden, auch die Interparlamentarische Freundschaftsliga „Israel-Belarus“ gebildet wird.

„Wir müssen das Potenzial der parlamentarischen Diplomatie aktiv nutzen, um die Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Wirtschaft und Investitionen auszubauen“, so der Vorsitzende der Repräsentantenkammer. Er schlug vor, die Abgeordneten in die Arbeit des belarussisch-israelischen Komitees für Zusammenarbeit in Handel und Wirtschaft einzubeziehen.

Wladimir Andrejtschenko wies auf die Bedeutung der regionalen Beziehungen hin und gab ein Beispiel für die positive Erfahrung bei der Entwicklung von partnerschaftlichen Beziehungen zwischen belarussischen und israelischen Städten. Zwischen acht Städtepaaren sind solche Verbindungen hergestellt worden. Er unterstrich die Bedeutung der Umsetzung von Projekten zur Bewahrung von Orten der historischen Erinnerung, die mit dem gemeinsamen Aufenthalt des belarussischen und des jüdischen Volkes in unserer Republik in Verbindung stehen.

Die Sprecher berieten Perspektiven der Kooperation in Wissenschaft, Innovationen, Medizin, Landwirtschaft und Tourismus.

Im Anschluss an das Treffens trug sich der Vorsitzende der Repräsentantenkammen ins Buch der Ehrengäste der Knesset ein und bemerkte, dass „die bilateralen interparlamentarischen Beziehungen auf der jahrhundertealten Geschichte der Beziehungen unserer befreundeten Völker auf dem belarussischen Land basieren, das zur Wiege von drei Präsidenten und drei Premierministern des Staates Israel, prominenten jüdischen Denkern, religiösen Persönlichkeiten und dem Gründer des modernen Hebräisch geworden ist“.

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