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15 März 2024, 18:03

Was können Belarus und die Mongolei einander anbieten? Außenminister Alejnik zu Besuch in Ulan Bator


ULAN BATOR, 15. März (BelTA) – Während seines offiziellen Besuchs in der Mongolei führte der belarussische Außenminister Sergej Alejnik Gespräche mit dem stellvertretenden Premierminister Sainbuyan Amarsaikhan. Die Parteien stellten Weichen für die zukünftige Projekte und diskutierten Wege, wie man sie umsetzen kann. 

Vor den Gesprächen mit dem stellvertretenden Premierminister traf Sergej Alejnik mit dem Präsidenten der Mongolei, Ukhnaagiin Khurelsukh, zusammen. Es wurden strategische Bereiche der Zusammenarbeit erörtert. Es wird erwartet, dass alle Vereinbarungen während des bevorstehenden Staatsbesuchs des belarussischen Präsidenten in der Mongolei bestätigt werden.

„Wir werden alle Anstrengungen unternehmen, damit der Besuch auf höchster Ebene stattfindet. Denn er ist nicht nur für unsere Länder wichtig: Viele Länder, fast die ganze Welt, werden diesen Besuch beobachten“, sagte Sainbuyan Amarsaikhan.

Warten auf die Lebensmittel-"Revolution"

Das dringlichste Problem für die Mongolei ist die Entwicklung des Agrarindustriesektors. Das Land will nach Angaben der örtlichen Behörden eine Revolution (im guten Sinne des Wortes) in der Landwirtschaft durchführen, und die Erfahrungen von Belarus sind für das Land sehr attraktiv. Zunächst einmal will die Mongolei die Viehwirtschaft modernisieren. Dazu braucht das Land Ausrüstung, neue Farmen und Produktionsunternehmen.
 
Die Ressortministerien haben einen Fahrplan für die Entwicklung der Zusammenarbeit in der Landwirtschaft ausgearbeitet, in dem die Projekte und Schritte für ihre Umsetzung festgelegt sind. „Es handelt sich um den Bau neuer und die Modernisierung bestehender Milchviehbetriebe, die Lieferung von Rindern belarussischer Selektion, Tierarzneimitteln, Saatgut, Spezialausrüstungen, die Aus- und Fortbildung mongolischer Fachkräfte und natürlich die Lieferung von Landmaschinen“, so Sergej Alejnik.  

Belarus ist auch bereit, der Mongolei seine Getreidetrockenanlagen anzubieten, die zur Sicherheit der Ernte beitragen. „Unsere Technologien in diesem Bereich sind in vielen Ländern der Welt gefragt“, so der Minister.
 
Die Zusammenarbeit in diesen Bereichen wurde bei dem Treffen der belarussischen Delegation mit dem Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Leichtindustrie der Mongolei Hayangaagiin Bolorchuluun näher erörtert.

Maschinenlieferungen und historische Partnerschaft
 
Bei den Gesprächen in der Regierung wurde festgestellt, dass die mongolische Katastrophenschutzbehörde seit langem über belarussische Spezialausrüstung verfügt. Auch die mongolischen Retter nutzen bei ihrer Arbeit technische Mittel aus Belarus. Sie sind damit sehr zufrieden.
 
„Sie sind sehr nützlich und werden in Notsituationen effektiv eingesetzt“, sagte Sainbuyan Amarsaikhan.
 
Die Parteien bereiten sich auf die Unterzeichnung eines neuen Vertrags vor, Vorvereinbarungen wurden bereits getroffen.

Ein ebenso dringendes Thema für die mongolische Seite ist die Erweiterung des Fuhrparks und die Modernisierung der Aufzugsinfrastruktur in Wohngebäuden. „All dies ist sehr wichtig, und wir könnten unsere Zusammenarbeit in diesen Bereichen weiter ausbauen“, schlug der stellvertretende Premierminister vor. „Ich glaube, dass Maschinen, Mechanismen und Ausrüstungen aus belarussischer Produktion besser für unsere Wetter- und Klimabedingungen geeignet sind.“ 

Die belarussische Seite hat nichts dagegen, den mongolischen Städten auch andere Arten von Maschinen zur Verfügung zu stellen: nicht nur für den Personenverkehr, sondern auch für den Straßenbau und für kommunale Zwecke. „Wir sind auch bereit, Spezialmaschinen für die Forstwirtschaft anzubieten, was im Zusammenhang mit der Umsetzung Ihres staatlichen Programms "Eine Milliarde Bäume" sehr wichtig ist“, fügte Sergej Alejnik hinzu.
 
Eine weitere interessante Richtung ist die Zusammenarbeit in der Bergbauindustrie. BelAZ ist schon sehr lange auf dem mongolischen Markt tätig, und zwar seit mehreren Jahrzehnten, aber es ist an der Zeit, neue Horizonte zu eröffnen.            
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