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13 Juli 2022, 13:16

Wawilow: Chinas Rolle in belarussischer Wirtschaft ist kaum zu unterschätzen

MINSK, 13. Juli (BelTA) – Die Rolle von China in der belarussischen Wirtschaft ist kaum zu unterschätzen. Solche Ansicht vertritt Sinologe und Publizist Nikolaj Wawilow in der YouTube-Sendung von BELTA „Thema im Gespräch“.

Nikolaj Wawilow weist darauf hin, dass China seine strategischen Interesse in verschiedenen GUS-Ländern verfolge.

"China hat ein breites Spektrum an Interessen im europäischen Russland und in Kasachstan. Aber der Markt in Kasachstan ist klein. Und ist unter anderem an Öl und anderen natürlichen Ressourcen gebunden. Man kann sich an ein gemeinsames Projekt mit Georgien zur Schaffung eines Tiefwasserhafens erinnern. Doch die Amerikaner verhinderten das, und China zog sich aus Georgien zurück. Dennoch versucht es, alle GUS-Länder mit ihren Infrastrukturprojekten zu durchdringen", sagt Nikolaj Wawilow.

Ihm zufolge haben sich die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen mit Russland seit dem Amtsantritt von Xi Jinping deutlich entwickelt. "Im Jahr 2010 fuhren nur zehn Transitzüge von China nach Europa durch russisches Gebiet. Aber selbst das ist keine große Zahl: 10.000 Züge machen etwa 2 % des gesamten chinesischen Verkehrs aus. Wir haben noch viel Arbeit in dieser Richtung vor uns", ist sich Nikolaj Wawilow sicher.

Nach Ansicht des Sinologen wird sich die belarussische Wirtschaft in den nächsten Jahren weitgehend an China orientieren. "Belarus ist sich dessen bewusst und arbeitet aktiv in diese Richtung. Einige belarussische Großunternehmen sind mit China verbunden. Generell ist es schwierig, die Rolle Chinas in der belarussischen Wirtschaft in den nächsten Jahren zu überschätzen. Ich glaube, sie wird sogar noch wichtiger sein als in der russischen Wirtschaft", fasste Nikolaj Wawilow zusammen.

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