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Gesellschaft
22 Dezember 2020, 16:01

1,2 Millionen Belarussen sollen bis Ende Mai 2021 gegen Corona geimpft werden

Dmitri Pinewitsch
Dmitri Pinewitsch

MINSK, 22. Dezember (BelTA) – 1,2 Millionen Menschen in Belarus sollen bis Ende Frühling 2021 gegen COVID-19 geimpft werden. Das sagte Gesundheitsminister Dmitri Pinewitsch vor Journalisten im Anschluss an die Besprechung, die der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko zum Thema „Entwicklung und Herstellung von Corona-Impfstoff in Belarus“ einberufen hat.

Im Januar 2021 soll in Belarus mit der Massenimpfung gegen Corona begonnen werden. Der Impfstoff dafür wird man im Ausland kaufen, sagte der Minister. Bis Ende Mai sollen die ersten 1,2 Millionen Belarussen den Impfstoff gegen COVID-19 verabreicht bekommen. Angestrebt wird eine Zahl von 5,5 Millionen Menschen, die geimpft werden sollen. „Von einer flächendeckenden Schutzimpfung wird abgeraten, weil sie nicht unbedingt zweckmäßig ist und weil die Risiken und Nebenwirkungen noch nicht genügend erforscht wurden. Es kommt nicht auf das Geld an“, sagte Dmitri Pinewitsch.

„Die Schutzimpfung bleibt das sicherste Mittel, um die Epidemie zu stoppen. Belarus bildet in dieser Hinsicht keine Ausnahme“, sagte der Gesundheitsminister.

Für die Massenimpfung wird Belarus vor allem den ausländischen Impfstoff verwenden, erzählte Pinewitsch. Belarus verhandelt derzeit mit mehreren Herstellern über den Erwerb ihrer Produkte. Den Menschen in Belarus wird somit eine Auswahl an 5-6 Impfstoffen für eine kostenlose freiwillige Impfung angeboten. Die Corona-Impfpflicht besteht für medizinische Arbeiter, Pädagogen, Beschäftigte im Handel und Verkehr.

Gleichzeitig mit den Massenimpfungen soll in Belarus die Herstellung von Impfstoff aufgenommen werden. „Wir haben bestimmt, welche Pharmabetriebe die notwendigen Kapazitäten für die Produktion des eigenen Impfstoffs besitzen. Als Vorlage nehmen wir den russischen Impfstoff. Wir wollen nicht nur den einheimischen Markt mit hochwertigen und sicheren Medikamenten sättigen, sondern denken über die Impfstoffexporte nach“, so Pinewitsch.

Die Produktion eines eigenen Impfstoffs ist neben dem Erwerb ausländischer Vakzinen und Massenimpfung die drittwichtigste Aufgabe, die in der Besprechung mit dem Staatschef behandelt wurde. Ein entsprechendes Programm mit konkreten Maßnahmen, Fristen und Verantwortung soll entwickelt und anschließend dem Staatschef zur Prüfung vorgelegt werden.

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