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Arbeitsministerium plant "Geschwindigkeitsbonus" für Ankurbelung der Geburtenrate

Gesellschaft 09.12.2019 | 16:20

MINSK, 9. Dezember (BelTA) – In Belarus werden derzeit neue Maßnahmen erarbeitet, um Frauen dazu zu bewegen, mehr Kinder zur Welt zu bringen. Das Ministerium für Arbeit und Sozialschutz will zur Förderung der Geburtenzahl sogar eine höhere Beihilfe für Frauen einführen, die ihre Kinder mit einem minimalen Altersunterschied (3-4 Jahre) gebären. Das sagte Ressortministerin Irina Kostewitsch heute beim UNFPA-Rundtischgespräch in Minsk.

Irina Kostewitsch erzählte beim Rundtisch über die Maßnahmen zur Ankurbelung der Geburtenrate in Belarus. Mit einem „Geschwindigkeitsbonus“ wolle das Ministerium jenen Frauen zur Hilfe eilen, die das zweite und das dritte Kind mit einem Altersunterschied von 3 bis 4 Jahren zur Welt bringen werden.

Die Entscheidung über die Erhöhung der Beihilfe für Mütter basiert auf den Ergebnissen der Studie „Generation and gender“, die im Rahmen der internationalen technischen Hilfe der UNFPA in Belarus durchgeführt wurde. „Wenn die Familien die Entscheidung treffen, das erste Kind erst mit 29 Jahren zur Welt zu bringen, dann sehen wir uns gezwungen, unsere Hilfsmaßnahmen etwas zu korrigieren“, sagte die Ministerin. Sie machte darauf aufmerksam, dass die Frauen der älteren Generation ihr erstes Kind im Alter zwischen 20 und 40 Jahren gebaren, während sich die heutigen Mütter mit 30 Jahren für das erste Kind entscheiden.

Das Ministerium für Arbeit und Sozialschutz hat mit dem UNFPA drei Projekte mit einem Gesamtetat von mehr als 2 Millionen Dollar durchgeführt, von denen das letzte 2018 abgeschlossen wurde. Eines der Elemente war eine Studie zum Thema „Belarus: Familienstruktur, Familienbeziehungen, Geburtenrate unter sich verändernden sozioökonomischen Bedingungen“, die nach der Methode des Programms „Generation und gender“ im Mai-November 2017 durchgeführt wurde. An der Umfrage nahmen 10.000 Befragte im Alter von 18 bis 79 Jahren aus 56 Städten und 40 Dörfern von Belarus teil. Der Fragebogen umfasste mehr als 200 Fragen.

Vizegeneralsekretärin der Vereinten Nationen, Exekutivdirektorin des UN-Bevölkerungsfonds Natalia Kanem nahm am Runden Tisch teil. Sie betonte, dass die Fragen der demographischen Sicherheit, die heute in Minsk diskutiert wurden, für Belarus und die gesamte Region von Bedeutung sind. „Es ist höchste Zeit daran zu denken, dass die Zahl der Länder in Osteuropa wächst, die mit einer aktiven Alterung der Bevölkerung und einem Rückgang der Geburtenzahl konfrontiert sind. Die Situation wird durch die Veränderungen in der Struktur der Migration erheblich beeinflusst“, sagte Natalia Kanem. Belarus habe in den Bereichen Mutter- und Kinderschutz sowie bei der Verringerung der Müttersterblichkeit große Erfolge erzielt, sagte die Expertin. „Wir sehen, dass Frauen unter solchen Bedingungen eher für eine positive Entscheidung bereit sind, nämlich für eine Kindergeburt“, sagte die Exekutivdirektorin des UNFPA.

Natalia Kanem befindet sich ab 6. Dezember zu einem Besuch in Belarus. Sie besuchte bereits das Forschungs- und Behandlungszentrum „Mutter und Kind“ und führte eine Reihe von Treffen durch.

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