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Astrid Sahm: Geschichte über KZs in Belarus ist in die europäische Erinneringskultur zu integrieren

Gesellschaft 18.03.2019 | 17:52
Dr. Astrid Sahm
Dr. Astrid Sahm

MINSK, 18. März (BelTA) - Es ist wichtig, die Informationen über Konzentrationslager, die es in den Kriegsjahren in Belarus gab, in die europäische Erinnerungskultur zu integrieren. Mithilfe unseres Projekts machen wir die Europäer mit Massenvernichtungsorten von Menschen unter anderem mit dem Vernichtungslager Osaritschi bekannt. Das teilte die Geschäftsführerin des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks Dortmund, Dr. Astrid Sahm, auf der Pressekonferenz in der Nationalbibliothek mit.

„Die Aufbewahrung der historischen Erinnerung ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer belarussisch-deutschen Wanderausstellung, die über die Vernichtungslager Trostenez und Osaritschi erzählt. Es ist insbesondere wichtig, Europa über Massenvernichtungsorte in Belarus zu berichten. In Deutschland und Europa weiß man bis heute ziemlich wenig darüber. Im Rahmen unserer Ausstellung erzählen wir über die Orte, damit sie danach in die europäische Erinnerungskultur aufgenommen werden. Wir bemühen uns darum, den Jugendlichen und dem Nachwuchs zu zeigen, was historische Erinnerung für die Gegenwart und Zukunft bedeutet“, erklärte Dr. Astrid Sahm.

Die Wanderausstellung besteht seit etwa 3 Jahren und besuchte schon über 20 Städte in Belarus, Deutschland, Tschechien und in der Schweiz. Sie wird in Wien präsentiert.

Das Vernichtungslager Osaritschi stellt ein Komplex der deutschen Konzentrationslager dar. Im März 1944 hat die 9. Armee der Wehrmacht unter der Führung von Josef Harpe drei Notlager in der Nähe der Dörfer Dert, Osaritschi und Podossinnik eingerichtet. In Todeslager wurden Infektionskranke, Krüppel, ältere Leute, Frauen, die mehr als zwei Kinder, Kinder unter 10 Jahren hatten und andere ermordet, die von der Wehrmacht als arbeitsunfähig eingestuft wurden. Bis zur Befreiung der KZ-Häftlinge von der 65. Armee der 1. Belarussischen Front am 17. März 1944 wurden von 9 bis 13 Tsd. Menschen getötet.

Die Veranstaltung, die sich dem 75. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Osaritschi widmete, wurde von der Nationalbibliothek von Belarus, von der Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ in Minsk, internationalen gesellschaftlichen Vereinigung „Verständigung“ organisiert.

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