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Gesellschaft
22 Dezember 2021, 19:48

Auf Migrationskrise reagieren: Weltgemeinschaft könnte viel von Belarus lernen

MINSK, 22. Dezember (BelTA) – Erfahrungen, die Belarus bei der Bewältigung der Migrationskrise gesammelt hat, könnten von vielen Ländern der Welt übernommen werden. Diese Meinung äußerte die Vorsitzende des Rates der Republik Natalja Kotschanowa in der abschließenden Sitzung der Oberkammer des belarussischen Parlaments.

Die Migrationssituation an der belarussisch-polnischen Grenze sei eine weitere Herausforderung für Belarus, sagte die Sprecherin der Oberkammer. „Im Auftrag des Staatsoberhauptes hatte der Rat der Republik die gesamte Koordination der humanitären Mission zu betreuen. Besondere Aufmerksamkeit wird immer noch den Kindern und schwangeren Frauen gewidmet. Wir haben uns in diese Problematik sofort eingebracht, als die Flüchtlinge mit dem Bau eines spontanen Lagers begonnen haben. Die Mitglieder des Präsidiums haben sofort an die internationale Gemeinschaft appelliert, die Grundsätze des Völkerrechts und die Flüchtlingsabkommen zu respektieren und die Menschen mit Würde zu behandeln“, sagte Natalja Kotschanowa. „Der Vorsitzende des Ständigen Ausschusses für Bildung, Wissenschaft, Kultur und soziale Entwicklung Wiktor Liskowitsch war jene Kontaktperson, die an der Grenze für die Flüchtlingshilfe verantwortlich war. Er koordinierte die Sammlung und Verteilung von humanitären Gütern, Lebensmitteln, Gewährleistung der notwendigen medizinischen Versorgung, Fragen im Zusammenhang mit der Impfung, Unterkunft und Sicherheit.“

Am 9. Dezember besuchten Mitglieder des Rates der Republik das Logistikzentrum in Brusgi, in dem die Geflüchteten untergebracht werden. Belarus tue alles, um möglichst akzeptable und sichere Lebensbedingungen für die Flüchtlinge zu schaffen, sagte sie. „So, wie Belarus auf diese Herausforderung reagiert hat - rasch, koordiniert, systematisch und menschenfreundlich – können andere Länder als Vorbild nehmen und in ihre Erfahrungen einbinden. Die Politiker aus dem Westen treten die grundlegenden Rechte und Freiheiten der Menschen rücksichtslos mit den Füßen, behaupten aber, die demokratischen Werte schützen zu wollen. Ein Menschenleben ist für sie aber nichts wert. Sie sind zu jedem Verbrechen bereit, um politische Dividenden und persönliche Vorteile zu erlangen. Der polnische Soldat, der Belarus um politisches Asyl ersucht hat, berichtete über die Demütigung und Ermordung unschuldiger Menschen durch die Behörden seines Landes.“

Gleichzeitig sieht sich Belarus einem Strom falscher Anschuldigungen, absurder und skandalöser Vergleiche ausgesetzt. „Dies ist ein kurzsichtiger Versuch von Pseudo-Demokraten, sich zu rechtfertigen, indem sie andere verunglimpfen. Es ist wirklich schade für die Menschen, die dazu verdammt sind, solchen Politikern zu folgen. Heute haben wir, die Mitglieder des Rates der Republik, einen weiteren Appell an die Parlamentarier der europäischen Staaten verabschiedet, sich der Wahrheit zu stellen. Die Migrationssituation hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig normale Beziehungen zu den Nachbarn, eine zivilisierte Zusammenarbeit zwischen den Ländern und Völkern, die Verfügbarkeit internationaler Plattformen zur Darlegung der Position eines jeden Landes sind, genauso wie die Bereitschaft, die Wahrheit zu hören, auch wenn sie nicht in die eigene geopolitische Strategie passt“, erklärte Natalja Kotschanowa.

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