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Ausstellung „Vernichtungsort „Malyj Trostenez“. Geschichte und Erinnerung“ in Wien eröffnet

Gesellschaft 14.06.2019 | 15:19

MINSK, 14. Juni (BelTA) - Die Wanderausstellung „Vernichtungsort „Malyj Trostenez“. Geschichte und Erinnerung“ wurde am 13. Juni im Haus der Geschichte Österreich in Wien eröffnet. Das Museum befindet sich in der Hofburg im Zentrum der österreichischen Hauptstadt. Das gab die belarussische Botschaft in Österreich bekannt.

Die Ausstellung wurde nach dem gemeinsamen Projekt des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerkes (Dortmund, BRD), IBB „Johannes Raum“ in Minsk und der Stiftung „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ (Berlin, BRD) mit Teilnahme einiger Forschungs- und öffentlicher Organisationen Österreichs vorbereitet. Die Exposition wurde durch Materialien ergänzt, die sich den österreichischen Opfern des Vernichtungsortes in Malyj Trostenez widmeten.

An der feierlichen Eröffnung der Ausstellung nahm österreichischer Bundespräsident Alexander Van der Bellen teil. In seiner Rede unterstrich der Präsident die Wichtigkeit der Gedenkstätte Malyj Trostenez als Massenvernichtungsort der österreichischen Bürger und die Bedeutung der Erfassung der Holocaust-Tragödie für die österreichische Gesellschaft. Er bemerkte, dass nach dem Abschluss des zweiten Abschnitts der Gedenkstätte „Trostenez“, an der er feierlich im Juni 2018 zusammen mit dem belarussischen Präsidenten, Alexander Lukaschenko, und dem Präsidenten Deutschlands, Frank-Walter Steinmeier teilnahm, am Ort des ehemaligen Vernichtungslagers ein würdiger Gedenkort geschaffen wurde. Der Bundespräsident schätzte hoch die Zusammenarbeit zwischen Belarus und Österreich bei der Schaffung des Gedenksteines „Das Massiv der Namen“ ein, der im März 2019 von Alexander Lukaschenko und dem damaligen Bundeskanzler Österreichs, Sebastian Kurz, eingeweiht wurde.

Die Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafterin von Belarus in Österreich, Dr. Alena Kupchyna, begrüßte die Teilnehmer des Festaktes und betonte den symbolischen Charakter der Ausstellung, die in die österreichische Hauptstadt die Erinnerung an ihre Einwohner wiederbringt, die aus dem Vernichtungsort in Belarus Malyj Trostenez nicht zurückkehrten. Die Botschafterin hob die Wichtigkeit gemeinsamer Anstrengungen zur Wachhaltung der Erinnerung an die Opfer des nationalsozialistischen Terrors zur Stärkung der Verständigung zwischen Völkern und Aufbewahrung des Friedens hervor.

Bei der Veranstaltung sprach auch der IKG-Präsident Oskar Deutsch, Vorstandsvorsitzender IBB Dortmund Matthias Tümpel, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas Uwe Neumärker, Leiterin des Vereins IM-MER Waltraud Barton, die sich innerhalb vieler Jahre mit der Verewigung der Erinnerung an die Opfer von Malyj Trostenez auseinandersetzt. Sie unterstrichen, dass sich Belarus, dessen Volk durch Krieg und deutsch-faschistische Besetzung sehr litt, folgerichtig um die Verewigung der Erinnerung an die Holocaust-Opfer bemüht.

Die Ausstellung im Haus der Geschichte Österreich wird bis zum 27. Oktober geöffnet.

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