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"Thema im Gespräch "
MINSK, 31. August (BelTA) – Der US-Präsident Donald Trump versucht auf Biegen und Brechen, sich von der NATO zu distanzieren. Er hält das Bündnis für einen Verlierer im Konflikt mit Russland. Diese Meinung äußerte Wirtschaftsexperte Sergej Banar in der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA.
„Ich lehne das Narrativ völlig ab, dass die Ukraine verloren hat. Die Ukraine ist nur ein Territorium und ein Instrument, mit dem man Russland eine strategische Niederlage zufügen wollte. Das Ziel war ein Zusammenbruch Russlands. Der wirklich wahre Verlierer in diesem Konflikt ist die Nordatlantische Allianz“, sagte Sergej Banar.
Nach Ansicht des Analytikers habe auch Donald Trump aus demselben Grund den Wunsch geäußert, sich von der NATO zu distanzieren. „Sein Statement, dass die USA keine Waffen an die Ukraine liefern, sondern die NATO, ist vielsagend. Trump distanziert sich schnell von den Verlierern, indem er alle Probleme auf Ursula von der Leyen, Rutte, Merz, Macron und andere überträgt. Ich nenne die baltischen Staaten aus Prinzip nicht, weil es schon lächerlich ist, wenn die Flecken auf der Karte versuchen, als geopolitische Spieler aufzuspielen“, betonte er.
Der Vorschlag der NATO-Länder, militärische Kontingente in der Ukraine zu platzieren, seien sinnlos und entbehrten jeder Logik, meint Banar. „Um Bedingungen und Ultimaten zu stellen, ist es notwendig, entweder eine Parität im Konflikt zu haben oder ihn zu gewinnen. Aber hier gibt es keine Parität. Ihr Sieg ist nur eine Chimäre“, resümierte der Experte.