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09 Mai 2022, 02:59

Belarus feiert den Tag des Sieges

MINSK, 9. Mai (BelTA) – Belarus feiert heute den Tag der Sieges, einen der bedeutendste Feiertage in der Geschichte des Staates. Für die Belarussen ist er nicht nur ein Feiertag, sondern auch ein Tag der Erinnerung, des tiefen Respekts und der Dankbarkeit gegenüber den sowjetischen Soldaten, den Arbeitern an der Heimatfront, den Partisanen und den Untergrundkämpfern - gegenüber all jenen, die den Tag des Sieges näher gebracht haben.

Vor 77 Jahren, am 9. Mai 1945, war der Große Vaterländische Krieg zu Ende. Er dauerte 1418 Tage und Nächte und endete mit der kompletten Niederlage des NS-Regimes. Das sowjetische Volk spielte eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den Faschismus und trug die Hauptlast des Krieges auf seinen Schultern und entschied über die Zukunft der gesamten Weltzivilisation.

Belarus war die erste Republik der Sowjetunion, die von der deutschen Wehrmacht massiv angegriffen wurde. Das Land wurde zum Schauplatz der größten Kämpfe. Die Grenztruppen und die vordersten Einheiten der Roten Armee waren die ersten, die die feindliche Offensive zurückschlugen. Der Feind bombardierte Eisenbahnknotenpunkte, Flugplätze und Städte Brest, Grodno, Wolkowysk, Baranowitschi und andere.

Bis September 1941 hat das Hitlerdeutschland unser Land besetzt. Im besetzten Belarus entfaltete sich sofort ein zäher, unerbittlicher und beispielloser Widerstandskampf gegen den Feind. Die wichtigste Form des nationalen Kampfes war die Partisanenbewegung, an der sich während des Großen Vaterländischen Krieges mehr als 374 000 Menschen beteiligten, von denen etwa 70 000 dem antifaschistischen Untergrund angehörten. In den Partisanenverbänden kämpften Vertreter verschiedener Nationen Schulter an Schulter. Während des Krieges gab es etwa 30 Partisanenzonen, die von den Deutschen nicht besetzt waren.

Während des Krieges vernichtete der Feind auf dem belarussischen Boden 209 Städte und städtische Siedlungen sowie 9,2 Tausend Dörfer. Die Faschisten zerstörten über 100 Tausend Unternehmen und Tausende von Bildungs- und medizinischen Einrichtungen. Die Nazis führten in Belarus über 140 Strafaktionen durch. Das Dorf Chatyn, wo 149 Zivilisten ermordet und 28 Häuser niedergebrannt wurden, wurde zum tragischen Symbol für die Massenvernichtung von Zivilisten.

Auf dem Territorium von Belarus gab es rund 250 Lager für sowjetische Kriegsgefangene und 350 Orte der Zwangsinhaftierung. Mit Trostenez beherbergte Belarus das viertgrößte Vernichtungslager in Europa, in dem 206.500 Menschen ermordet wurden.

Während des Krieges waren 34,4 Millionen sowjetische Militärangehörige, darunter mehr als 1,3 Millionen Belarussen und Einheimische, an militärischen Aktionen beteiligt. Modernen Forschern zufolge verloren während des Großen Vaterländischen Krieges 2,5 bis 3 oder mehr Millionen Belarussen ihr Leben.

In der belarussischen Geschichte hat es keinen bitteren Kampf gegeben als der Große Vaterländische Krieg; keine Heldentat war bedeutender als die Heldentat des sowjetischen Soldaten, der die Heimat vor dem Feind verteidigte und die Menschheit vor Nazismus rettete. Die Erinnerung an den schrecklichen Krieg und den großen Sieg kann nicht verblassen: Sie ist für immer in die Geschichte des Vaterlandes und jeder belarussischen Familie eingraviert. Die Tragödie und der Sieg sind eine ewige Quelle des Schmerzes und der Bitterkeit, des Stolzes und des Ruhmes des belarussischen Volkes.

Die Zeit entfernt uns immer weiter von den Ereignissen des Großen Vaterländischen Krieges, aber die Heldentaten der Gefallenen, die Trauer um Millionen unschuldiger Opfer und die Tragödie der Besatzung bleiben in Belarus für mehrere Generationen bewahrt.

In diesem Jahr wurden im ganzen Land 150 verschiedene Veranstaltungen, Aktivitäten, Projekte, Wettbewerbe und Autokorsos anlässlich des Tages des Sieges durchgeführt. Am 9. Mai findet im Rahmen der nationalen Kampagne „Belarus vergisst nicht“ ein Marsch der Generationen statt. Die Menschenkolonne wird sich zum Siegesdenkmal bewegen. Dort werden Blumen und Kränze niederlegen. Zum ersten Mal werden die Veteranen nicht an dem Marsch teilnehmen, aber sie werden auf dem Festplatz am Siegesdenkmal anwesend sein. Die Kolonne wird von der jungen Generation angeführt. Die Feierlichkeiten werden mit einem festlichen Konzert auf dem Platz des Sieges und einem traditionellen Feuerwerk ausklingen.

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