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Gesellschaft
22 Mai 2024, 17:47

Belarus ruft UNESCO auf, den Bau des polnischen Zauns in Beloweschskaja Puschtscha nicht zu politisieren 

MINSK, 22. Mai (BelTA) - Mit dem Beitritt zur Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit wird Belarus einen wichtigen Beitrag zur Verstärkung der Umweltschutzaktivitäten leisten. Das erklärte der belarussische Minister für Naturressourcen und Umweltschutz Sergej Masljak auf dem fünften Treffen der SOZ-Umweltminister. 

In seinem Bericht wies der Minister darauf hin, dass Belarus die SOZ als eine wichtige internationale Plattform betrachtet und die Stärkung ihrer Umweltdimension als einen wichtigen Stabilitätsfaktor in der eurasischen Region befürwortet.

„Belarus ist seinerseits bereit, zur Arbeit der SOZ beizutragen, indem es die Zusammenarbeit im Bereich des Umweltschutzes und der rationellen Nutzung der natürlichen Ressourcen ausbaut“, sagte er. „Man muss sagen, dass Belarus systematisch und auf breiter Basis den Umweltschutzfragen viel Platz einräumt. Es handelt sich nicht nur um Naturschutz und Ökosysteme. Dieses Thema durchdringt alle Bereiche staatlichen und menschlichen Lebens“, sagte er.

Sergej Masljak informierte die Teilnehmer des Treffens darüber, wie Belarus in Puncto „grüne“ Wirtschaft und BIP-Energieintensität  Erfolge macht. Der Staat hält sich an internationale Verpflichtungen und tut sogar noch mehr. Als Beispiel nannte der Minister die Verringerung der Treibhausgasemissionen im Jahr 2022 um 57 Prozent unter Berücksichtigung des Absorptionssektors, was 1,5 Mal mehr ist als die bis 2023 eingegangene Verpflichtung (35 Prozent).

In seinem Bericht ging der Minister unter anderem auf die negative Auswirkung der polnischen Sperranlage auf die Ökosysteme des einzigartigen Naturkomplexes Beloweschskaja Puschtscha ein, der zum grenzüberschreitenden belarussisch-polnischen UNESCO-Welterbe gehört.

„Die größte Sorge bereitet die Verletzung des hydrologischen Regimes, die Abholzung von Reliktwäldern und die Blockierung der Wanderwege für Tiere, was zu einer weiteren Verarmung ihres Genpools führt“, betonte der Leiter des Ministeriums für Naturressourcen von Belarus. „In diesem Zusammenhang möchte ich an die hier anwesenden Mitglieder des UNESCO-Welterbekomitees appellieren, dieses Thema auf der kommenden 46. Sitzung des Komitees in Indien nicht zu politisieren. Ich lade alle in die Beloweschskaja Puschtscha ein,damit Sie selbst ein Bild von der Lage machen können“.

Zum Abschluss seiner Rede zeigte sich Sergej Masljak zuversichtlich, dass Belarus als Vollmitglied der SOZ einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Umweltaktivitäten der internationalen Organisation für die Umweltsicherheit des eurasischen Kontinents leisten werde.
             
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