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Gesellschaft
22 Mai 2020, 17:24

Belarus tritt dem Vertrag von Marrakesch bei

MINSK, 22. Mai (BelTA) – Belarus ist dem Vertrag von Marrakesch zur Erleichterung des Zugangs für blinde, sehbehinderte oder anderweitig lesebehinderte Personen zu veröffentlichten Werken beigetreten. Das entsprechende Gesetz tritt ab 3. Juni in Kraft, wie das Staatliche Komitee für Wissenschaft und Technologien gegenüber BelTA mitteilte.

Mit diesem Beitritt erhalten Blinde und Sehbehinderte den Zugang zu kulturellen und anderen Informationen. Auf diese Weise kann die internationale bibliothekarische Zusammenarbeit gefördert und die Werke belarussischer Autoren einem breiteren Leserkreis zugänglich gemacht werden. Die Ziele des Vertrags von Marrakesch stehen im Einklang mit der belarussischen Behindertenpolitik, viele seiner Bestimmungen nehmen Bezug auf andere internationale Abkommen, an denen Belarus ebenfalls teilnimmt“, hieß es.

Laut dem Vertrag sind Bibliotheken, Bildungseinrichtungen und öffentliche Behindertenvereine berechtigt, am grenzüberschreitenden Austausch von Werken teilzunehmen, die für die sehbehinderte Menschen geeignet sind. Die Koordination dieses internationalen Austausches wird das Staatliche Komitee für Wissenschaft und Technologien übernehmen.

Der Vertrag von Marrakesch ist ein völkerrechtlicher Vertrag auf dem Gebiet des Urheberrechtes und wurde am 27. Juni 2013 auf einer diplomatischen Konferenz der Weltorganisation für geistiges Eigentum abgeschlossen. Am 30. September 2016 ist er in Kraft getreten. Zu den Mitgliedsstaaten des Vertrags zählen über 60 Länder, darunter Russland, die USA und die EU-Staaten.

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