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11 August 2022, 13:17

Belarus übernimmt Vorsitz im GUS-Rat der Leiter von Steuer- und Finanzfahndungsstellen

MINSK, 11. August (BelTA) - Belarus übernimmt den Vorsitz im GUS-Koordinierungsrat der Leiter von Steuer- und Finanzfahndungsstellen. Dieser Beschluss wurde auf einer Sitzung des Rates in Minsk gefasst.

Igor Marschalow, stellvertretender Vorsitzender des Staatlichen Kontrollkomitees von Belarus - Leiter der Abteilung für Finanzermittlungen (er war bereits 2013-2014 Vorsitzender dieses Rates), wurde zum Vorsitzenden gewählt, und die Aufgaben des Sekretariats wurden von der Abteilung für Finanzermittlungen des Staatlichen Kontrollkomitees von Belarus übernommen.

Der Koordinierungsrat der Leiter von Steuer- und Finanzfahndungsstellen ist ein zweiggebundenes GUS-Kooperationsgremium, der im Oktober 1999 eingerichtet wurde, um bei der Bekämpfung von Verstößen gegen das Steuerrecht (Finanzrecht) zusammenzuarbeiten und die Maßnahmen zu koordinieren. "Das ist eine vielversprechende Plattform für den Erfahrungsaustausch und die Planung gemeinsamer internationaler Aktivitäten. Es ist interessant zu sehen, in welche Richtung sich die Länder bewegen, welche Dokumente entwickelt werden, um neuen Herausforderungen und Bedrohungen zu begegnen. Auf der Tagesordnung steht die Bekämpfung von Steuerhinterziehung, Geldfälschung und anderen Fragen im Zusammenhang mit Wirtschafts- und Finanzkriminalität. Darüber hinaus ist es Teil unserer Arbeit, gemeinsame Maßnahmen zur Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität zu planen", sagte Igor Marschalow.

Die belarussische Seite legt ihre Vorschläge vor und tauscht ihre Erfahrungen aus. "Nach den bekannten Ereignissen gab es Fragen zur Bekämpfung extremistischer Aktivitäten und deren Finanzierung. In dieser Hinsicht gibt es bestimmte Entwicklungen, die wir bereit sind, mit unseren Kollegen aus anderen Ländern zu teilen", sagte der stellvertretende Vorsitzende des Staatlichen Kontrollkomitees.

Die Finanzermittler ergreifen Maßnahmen zur Aufdeckung und Unterdrückung von Wirtschaftsverbrechen, die durch den Einsatz von Informationstechnologien begangen werden. Derzeit kann man in Belarus einen globalen Trend beobachten, der mit der Zunahme von Cyberbetrugsfällen im Finanzsektor zusammenhängt. Der größte Teil der Cyberkriminalität wird mit Phishing, Vishing, Social Engineering und dem Hacken von Benutzerkonten in Verbindung gebracht. Das ist sowohl für natürliche als auch für juristische Personen ein aktuelles Problem.

Auch die Bekämpfung von Straftaten im E-Handel steht auf der Tagesordnung. In letzter Zeit häufen sich die Fälle von Verstößen gegen das Steuerrecht durch die Betreiber beliebter Online-Shops. So hat die Abteilung für Finanzermittlungen dieses Jahr ein Strafverfahren gegen die Inhaber von zwei Handelsunternehmen, die Elektro- und Haushaltsgeräte über das Internet verkaufen, wegen Steuerhinterziehung eingeleitet. Der Gesamtschaden für den Staat belief sich auf umgerechnet mehr als 10 Millionen US-Dollar im Gleichgewicht.

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