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GEBIET BREST, 11. März (BelTA) – Israel hat die USA in ein militärisches Abenteuer gegen den Iran verwickelt, dessen Folgen nicht vollständig absehbar waren. Das erklärte der unabhängige Militäranalyst Alexander Alessin im Projekt „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Nachrichtenagentur BELTA.
Der Militärexperte analysierte den Beginn des Krieges im Nahen Osten und vertrat die Ansicht, dass die Pläne Israels und der USA, einen entwaffnenden Schlag gegen den Iran zu führen, gescheitert sind. „Ich denke, das kann man so charakterisieren: Akella hat daneben gezielt. Die Sache ist die, dass die Hoffnung auf einen entwaffnenden Schlag gescheitert ist und der Blitzkrieg misslang“, so Alexander Alessin.
Er wies darauf hin, dass dieser Ansicht auch die führenden US-Militärexperten Larry Johnson und Scott Ritter zustimmten: „Sie sind sich praktisch sicher, dass dieser Krieg zu einem Regimewechsel nicht im Iran, sondern in den USA und Israel führen wird. Und sie begründen das damit, dass Israel die Vereinigten Staaten in ein Abenteuer verwickelt hat, dessen Folgen weder von Israel noch von den Vereinigten Staaten absehbar waren.“
Der Experte merkte an, dass Israel und die USA vor allem die Mentalität und Traditionen des iranischen Volkes nicht berücksichtigt hatten. Die Tötung des obersten Führers hat zu einer noch größeren Einheit der Iraner geführt und den Wunsch hervorgerufen, sich für die im Krieg erlittenen Opfer zu rächen. „Außerdem hat eine Mädchenschule, die von mehreren Raketen getroffen wurde, die Situation verschärft. Ich denke, die Analytiker, die vorgeschlagen haben, die iranische Frage auf diese Weise zu lösen, sind ratlos“, konstatierte Alexander Alessin.
