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27 Januar 2020, 20:18

Brest erinnert an Holocaust-Opfer

BREST, 27. Januar (BelTA) – In Brest ist heute der Opfer des Holocaust erinnert worden: eine Gedenkveranstaltung fand am Gedenkzeichen für die Ghetto-Häftlinge statt.

Der 27. Januar ist der Internationale Tag des Gedenkens an die Holocaust-Opfer. An diesem Tag im Jahr 1945 wurden Häftlinge des Konzentrationslagers Auschwitz befreit. Kommunalpolitiker, Diplomaten, Vertreter öffentlicher Organisationen und religiöser Gemeinden, Schulkinder und Jugendliche versammelten sich am Gedenkzeichen in Brest. Der Tradition zufolge verlas Rabbiner von Brest, Chaim Rabinowitsch, ein Gedenkgebet auf Hebräisch.

„Hier versammelten sich Menschen, denen die Ereignisse vor 75 Jahren nicht gleichgültig sind. Heute gedenken wir derjenigen, die in Auschwitz, Sobibor, Babi Yar, auf dem Bronnaja-Hügel und an anderen Orten ermordet waren. Wir erinnern uns an alle unschuldigen Menschen, an 6 Millionen Juden, von denen rund 162 Tausend aus der Region Brest stammten“, sagte der Vorsitzende der jüdischen Religionsgemeinde „Emuna“ Boris Bruk.

Während des Krieges wurde die jüdische Gemeinde der Stadt vollständig vernichtet. Von Juni 1941 bis Oktober 1942 töteten die Nazis 34 Tausend Ghetto-Häftlinge. Die genaue Anzahl ist jedoch nicht bekannt. Das Ausmaß der Tragödie wird auch durch einen schrecklichen Fund veranschaulicht, der vor einem Jahr bei Bauarbeiten im Stadtzentrum entdeckt wurde: Die Überreste von 1.214 Ghetto-Opfern wurden aus der Erde geborgen.

„Die Erinnerung daran zu bewahren, ist das Wichtigste, was wir heute tun können, indem wir den jungen Menschen alles, was wir über die Schrecken des Nazismus wissen, weitergeben, indem wir sie lehren, Verantwortung für den heutigen Tag zu übernehmen und jede Form von Aggression nicht gleichgültig zu begegnen. Niemand weiß, wie das Leben ohne diese Katastrophe gegangen wäre. Aber wir wissen, was wir zu tun haben, damit so etwas nie wieder geschieht“, bemerkte die Vorsitzende der öffentlichen Vereinigung der Brester Jüden „Brisk“ Regina Simonenko.

Die Notwendigkeit, die Erinnerung und die historische Wahrheit über die Ereignisse von vor 75 Jahren zu bewahren, wurde zum Leitmotiv in den Reden der Konsuln der Ukraine, Polens, Russlands und Kasachstans. Die Gedenkveranstaltung endete mit einer Schweigeminute. Die Teilnehmer der Zeremonie legten Kränze und Blumen am Gedenkzeichen nieder.

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