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27 Mai 2022, 12:32

Chef des Ermittlungskomitees: Belarus hätte ein Gewaltszenario nie zugelassen

Dmitri Gora. Screenshot ONT
Dmitri Gora. Screenshot ONT

MINSK, 26. Mai (BelTA) – Nach einem Aufsehen erregenden Interview mit einem georgischen Scharfschützen bei ONT hat der Leiter des belarussischen Ermittlungskomitees Dmitri Gora dessen Aussagen kommentiert. Ein Sabotageszenario mit dem wahllosen Schießen auf Protestierende und die Polizei, das die US-Geheimdienste nach den Präsidentschaftswahlen 2020 in Belarus planten, hätten die Sicherheitskräfte des Landes nie zugelassen, sagte er.

Im Gespräch mit Marat Markow von der ONT hat er betont, er wolle einfach gar nicht daran denken, dass ein solches Gewaltszenario in Belarus aufgegangen wäre. „Schließlich ist Belarus ein starker Staat. Wir haben einen starken Präsidenten. Selbst theoretisch lasse ich es nicht zu, auch wenn unsere Feinde es für möglich halten“, sagte der Chef des Ermittlungskomitees.

Die Ermittler haben eine Person identifiziert, die extra dafür ausgebildet wurde, Gewalttaten in Belarus zu vollziehen. „Es handelt sich um einen georgischen Scharfschützen. Er wurde als Zeuge vernommen. Im Strafverfahren wegen Verschwörung zur Ergreifung der Staatsmacht und Landesverrat. Wir haben Einzelheiten herausgefunden, um seine Aussagen durch objektive Fakten zu bestätigen. Alles, was diese Person uns erzählt hat, wird objektiv bestätigt. Keine Fakes. Unser „Nachteil“ ist wohl der folgende: Wir versuchen, die Wahrheit zu finden und sie den Menschen zu erzählen. Unsere Gegner und Feinde tun das Gegenteil. Sie verbreiten nur falsche Informationen. Wir geben nur jene Tatsachen bekannt, die wir mehrmals überprüft haben“, sagte Dmitri Gora. „Seit 2019 bereiteten die US-Geheimdienste ähnliche Aktionen vor wie auf dem Maidan in der Ukraine. Das Ziel war, bei Provokationen Menschen zu töten. Dafür wurden Scharfschützen trainiert. Wir wissen, wie das auf dem Maidan war: Die ersten Schüsse fielen, als die Barrikaden errichtet wurden und es zu einer konkreten gewaltsamen Konfrontation kam. Das waren die ersten Opfer. Gott sei Dank haben wir in den ersten Tagen keine Barrikaden zugelassen und Konfrontationen verhindert. Unsere Sicherheitsleute haben hart durchgegriffen und das Gewaltszenario unterbunden. Wäre das nicht passiert, hätte es Opfer gegeben, und zwar Hunderte.“

Viele Fakten, die der breiten Öffentlichkeit noch nicht bekannt sind, werden später bekannt gegeben. Viele Behörden und Sicherheitsstellen arbeiten eng daran zusammen, Daten und Fakten zu ermitteln und zusammenzufassen.

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