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Gesellschaft
27 Mai 2022, 13:58

Chef des Ermittlungskomitees über Auslieferung von „Geflohenen“

Foto ONT
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MINSK, 27. Mai (BelTA) – Jede Person, die ein Verbrechen begangen hat, egal ob gegen den Staat oder eine konkrete Person, muss zur Verantwortung gezogen werden. Das sagte Leiter des belarussischen Ermittlungskomitees Dmitri Gora in einem Interview mit dem TV-Sender ONT.

„Jede Person, die ein Verbrechen gegen den Staat oder eine Person begangen hat, soll vor dem Gesetz verantworten. So lautet der Grundsatz der Unvermeidbarkeit der Strafe. Belarus braucht diese Verbrecher nicht, aber sie haben vor dem Gesetz zu verantworten. Es ist nicht sinnvoll, ihre Auslieferung heute zu fordern. Ich denke, in Zukunft wird jeder für seine Taten zur Verantwortung gezogen werden“, sagte Dmitri Gora.

Auslieferungsanträge an westliche Staaten zu senden ist sinnlos. „Diese Menschen arbeiteten für jene Staaten, wo sie sich gerade befinden. Dies Länder haben kein Interesse daran, diese Personen auszuliefern. Die Auslieferung wird verweigert, die Formulierung lautet: „Das widerspricht den litauischen Interessen und stellt eine Bedrohung für nationale Sicherheit dar.“ Wenn die Absage mit dieser Ausrede erteilt wird, wird man uns wirklich etwas sagen, was ihre Sicherheit bedroht“, sagte der Vorsitzende des belarussischen Ermittlungskomitees.

Der Westen will überhaupt nicht hören, was Belarus zu sagen hat. „Viel Lärm wurde um die Landung des Flugzeugs mit Roman Protassewitsch gemacht, viel Lärm wurde auch um die angeblich illegalen Handlungen der belarussischen Behörden gemacht. Das Ziel war unsere Vernichtung und die Vernichtung der belarussischen Wirtschaft. Man wollte, dass wir den Boden unter den Füßen verlieren. Deshalb wird man auf uns nie hören. Wer braucht schon die Wahrheit? Es kamen Experte nach Belarus, sie führten hier Ermittlungen durch. Das Ermittlungskomitee hat alle Dokumente bereitgestellt. Es war offensichtlich, dass alles legitim war. Unsere Anfragen, die wir an viele Staaten gerichtet haben, wurden nicht beantwortet. Wir brauchten neue Informationen, die wir nicht hatten. Aber wir haben keine Antwort bekommen. Nur Schweigen“, so der EK-Chef.

„Wir haben in einer Doku darüber berichtet, wie der Westen gegen Belarus gearbeitet hat. Der Westen hat unsere Verräter benutzt. Er arbeitete gleichzeitig auf mehreren Feldern. Alles wurde von westlichen Geheimdiensten kontrolliert: Medien, Finanzierung. Das haben wir alles gezeigt. Aber wir müssen ganz deutlich sagen, dass unsere Verräter für die westlichen Geheimdienste arbeiteten. Vom Standpunkt des Gesetzes sind das kriminelle Handlungen, aber auch Landesverrat. Landesverrat ist eines der schwersten Verbrechen in Belarus. Das Ermittlungskomitee hat entsprechende Strafverfahren eingeleitet. Wir haben die Menschen als Verräter bezeichnet. Und in Wirklichkeit sind sie es“, resümierte Dmitri Gora.

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