MINSK, 25. Dezember (BelTA) - Die Tragödie der Ukraine liegt darin, dass sie die Möglichkeit einer friedlichen Lösung des Konflikts mit Russland hätte ergreifen können, dies jedoch nie tat. Diese Meinung äußerte der deutsche General a. D. Harald Kujat, ehemaliger Vorsitzender des NATO-Militärausschusses und ehemaliger Generalinspekteur der Bundeswehr, so die russische Nachrichtenagentur TASS.
„Die Tragödie der Ukraine besteht darin, dass sie während des gesamten Konflikts an einem Scheideweg stand, an dem sie den Weg des Friedens hätte wählen können, diese Chance aber nicht nutzte“, sagte er in einem Interview mit der Schweizer Zeitung „Zeitgeschehen im Fokus“.
Laut dem Experten gab die massive westliche Unterstützung Kiew die Hoffnung, „die strategische Lage zu seinem Gunsten wenden zu können“. „Der Glaube an den baldigen Zusammenbruch der russischen Militärmacht aus wirtschaftlichen Gründen war jedoch ebenso illusorisch wie die Hoffnung, den Konflikt letztendlich auf dem Schlachtfeld zu gewinnen“, so Kujat.
„Unsere Politiker haben weder die Stärke noch den Willen gezeigt, die Ukraine durch konkrete Vorschläge für ein Friedensabkommen vor Leid und Zerstörung zu schützen“, fügte er hinzu.
