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Gesellschaft
15 Juni 2021, 09:24

Die ganze Wahrheit über den Ryanair-Flug Vilnius-Athen. Pressekonferenz des Außenministeriums

MINSK, 15. Mai (BelTA) – Am 14. Juni hat das Außenministerium im Nationalen Pressezentrum eine Pressekonferenz für nationale Medien einberufen.

Zur Veranstaltung wurden Leiter der Luftfahrtabteilung des Ministeriums für Transport und Kommunikation, des Ermittlungskomitees, des Verteidigungsministeriums, des Komitees für Grenzschutz und andere Referenten eingeladen.

Die Hauptthemen waren unter anderem die Situation rund um den Vorfall mit dem Ryanair-Flug von Athen nach Vilnius und der Fall Roman Protassewitsch.

EK bittet um rechtliche Hilfe

Das Ermittlungskomitee (EK) der Republik Belarus bereitet internationale Rechtshilfeersuchen über den Vorfall mit dem Ryanair-Flug vor, sagte der EK-Vorsitzende Dmitri Gora vor Journalisten.

„Wir sind wahrscheinlich am meisten daran interessiert, die Wahrheit festzustellen. Ganz konkret heißt es, dass man jene Personen ausfindig machen sollte, die die Bombendrohung per Email entsandt haben und daran interessiert waren, was später passiert war. Die Nachricht kam über den Email-Dienst ProtonMail, dessen Server in der Schweiz liegt. Eine entsprechende internationale Zusammenarbeit in dieser Frage wäre daher sehr zu begrüßen gewesen. Leider lässt eine solche Zusammenarbeit sehr zu wünschen übrig“, sagte Gora.

Das Komitee hat die Schweiz bereits im Januar 2020 um Hilfe gebeten, als es im Herbst 2019 Ermittlungen nach falschen Bombendrohungen gegen die belarussische Infrastruktur eingeleitet hat. Die Briefe kamen damals ebenfalls über den Dienst ProtonMail. Die Schweiz zögert seit anderthalb Jahren mit der Antwort. Die Ermittler hoffen, dass im Fall Ryanair alles viel anders sein wird.

Kein Militärjet hat den Ryanair-Flug abgefangen

Der Kommandeur der Fliegerstreitkräfte und der Luftabwehr der belarussischen Armee, Major Igor Golub, versicherte die Journalisten, dass niemand den Ryanair-Flug abgefangen hat.

„Aus der objektiven Radarkontrolle kann man schlussfolgern, dass die Ryanair-Maschine weder abgefangen, noch an der Staatsgrenze umgeleitet noch zur Notlandung gezwungen wurde. Wer sich ein objektives Bild von der Ereignissen vom 23. Mai erhalten wollte, konnte das mehrmals tun. Aus vertrauenswürdigen Quellen wissen wir, dass unsere Kollegen in der NATO in ihren geschlossenen Medien diese Tatsache akzeptiert haben“, sagte Igor Golub.

Wir haben die Flugroute der Ryanair-Maschine im belarussischen Luftraum, die Anweisungen des Fluglotsen und die Anflugmuster am Flughafen Vilnius sorgfältig untersucht. Die lange Funkstille des Flugzeugkommandanten (ca. 12-14 Minuten) während des geradlinigen Fluges durch das Territorium von Belarus (von Süden nach Norden) sowie sein Verhalten nach der Landung auf dem Flughafen Vilnius und sein Schweigen in den Medien sind bis heute unverständlich. Wir haben seinen Kommentar zum 23. Mai bis heute nicht gehört, mit Ausnahme einer Aussage gegenüber dem Polizeivertreter in Vilnius. Aber dieser Kommentar ist aus allen Quellen entfernt worden“, betonte der Kommandeur der Luftstreitkräfte und der Luftabwehr.

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