Projekte
Services
Staatsorgane
Flag Freitag, 24 September 2021
Minsk bewölkt mit Aufheiterungen +9°C
Alle Nachrichten
Alle Nachrichten
Gesellschaft
09 September 2021, 11:53

Dsermant: Belarus und Russland sind ein Vorbild der gegenseitigen und fortschreitenden Integration

MINSK, 9. September (BelTA) – Belarus und Russland demonstrieren weiter das Vorbild einer fortschreitenden und gegenseitig vorteilhaften Integration. Das hat Alexej Dsermant, Politologe, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Philosophie der Nationalen Akademie für Wissenschaften, der SB-Zeitung heute gesagt.

Nach Dsermant wird das heutige Treffen von Präsidenten Belarus und Russlands schon lange von allen erwartet, die sich für die Entwicklung der bilateralen Beziehungen zwischen brüderlichen ostslavischen Völkern engagieren.

„Die Unionsprogramme sind Richtlinien von strategischer Bedeutung und klare Pläne zur Annäherung von Zoll- und Steuersystemen, im Industriekooperationsbereich, Festsetzung der Energieträgerpreise, sowie im Bereiche der gemeinsamen Gegensanktionspolitik. Bei der Umsetzung der Unionsprogramme können die beiden Länder ihr wirtschaftliches Potenzial vereinigen, ihre Rechtsvorschriften harmonisieren und dadurch ihre Souveränitäten stärken. Denn ein wirklich souveräner Staat kann in der heutigen Welt nur solcher sein, der eine unabhängige Außen- und Innenpolitik betreibt und dafür eine solide wirtschaftliche Basis hat“, wies Alexej Dsermant hin.

Alexej Dsermant ist de Auffassung, dass alle spektakulären Annahmen, die Unionsprogramme einen gewissen „Verzicht auf“ die Souveränität bedeuten würden, sind unbegründet. „Belarus hat nämlich in einer wirtschaftlichen und militärpolitischen Union mit Russland die höchste Souveränitätsstufe erreicht. Davon konnten sogar unsere Nachbarn im Westen kaum träumen. Sie handeln sehr oft auf Anweisungen aus Brüssel und Washington und häufig gegen eigene Nationalinteressen. Deswegen hat Belarus nämlich diese Integrationsrichtung gewählt, weil dieser Vektor am meisten den nationalen Interessen des Landes entspricht. Der Zugang zum riesigen russischen Markt bringt beträchtliche Gewinne und Arbeitsplätze mit, und die im Vergleich zu anderen Ländern günstigeren Energiepreise machen belarussische Produkte wettbewerbsfähiger. Das sind die nachvollziehbaren Vorteile der Integration für unser Land“, betonte der Politikwissenschaftler.

Alexej Dsermant denkt, dass eine engere Konvergenz im sozialen Bereich sehr wichtig sei, damit Belarussen und Russen gleiche Rechte und Chancen in den Bereichen Bildung, Gesundheitswesen und soziale Sicherheit genießen könnten.

"Wir haben all das schon vor langer Zeit skizziert, und vieles funktioniert schon bereits, aber es geben immer Nuancen und Hindernisse, die ständig überwacht und beseitigt werden müssen. Und dann ist da noch die Sicherheitssphäre. In diesem Bereich pflegen wir die engste Zusammenarbeit mit Russland. Insbesondere sein "nuklearer Schirm" macht einen militärischen Angriff aus dem Westen unmöglich, und die uns feindlich gesinnten Mächte müssen mit uns rechnen und verstehen, dass sie im Falle eines Überfalls sofort geschädigt werden können. Und das sind keine aus der Luft gegriffenen Bedrohungen. Wir erinnern uns sehr gut an die Schicksale Jugoslawiens und Libyens, wo der Westen die ihm unerwünschten Mächte gestürzt und die Staaten tatsächlich zerstört hat. Im Fall Belarus gelingt das nicht. Auch Russland profitiert von dieser Integration: Es hat einen Handelsüberschuss mit uns, die Zusammenarbeit stärkt Russlands technologische Souveränität und Belarus spielt eine Schlüsselrolle im westlichen Sicherheitsraum. Präsident Alexander Lukaschenko hat wiederholt erklärt, dass wir solche Integrationsformen finden können, die die Souveränität der anderen Partei nicht verletzen und die aufgrund der sowjetischen und europäischen Erfahrungen die angemessensten und intelligentesten Antworten auf die heutigen Herausforderungen darstellen können. Und die Unionsprogramme können solche Antworten geben, indem sie eine echte Entwicklungsperspektive aufzeigen und allen Bedenkenträgern einen klar umrissenen Vektor des gegenseitigen Nutzens der beiden souveränen Staaten vor Augen führen“, sagte Alexej Dsermant.

Abonnieren Sie uns auf
Twitter
Letzte Nachrichten aus Belarus