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Gesellschaft
24 Dezember 2021, 12:34

Dsermant über Geständnisse des polnischen Soldaten: Genau dokumentieren und gründlich untersuchen

MINSK, 24. Dezember (BelTA) – Schockierende Geständnisse des polnischen Soldaten Emil Czeczko sollen aufs Genaueste dokumentiert und gründlich untersucht werden. Diese Meinung äußerte Politologe Alexej Dsermant im Interview mit Alfa Radio.

„Diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit, dieser Genozid an Menschen eines bestimmten Glaubens und einer bestimmten Nationalität sind ein Grund genug, um Strafverfahren einzuleiten, auch im Rahmen der internationalen Gerichtsbarkeit. Es ist klar, dass Belarus dabei im Alleingang wenig Erfolg haben wird, weil Polen und die EU unsere Anfragen ignorieren. Aber die UNO und andere Organisationen und Menschenrechtsaktivisten können helfen. Natürlich hängt viel von der Position der einzelnen UN-Länder ab. Wir hoffen auf Beistand Russlands und Chinas, aber die wichtigste Rolle können hier die muslimischen Staaten spielen, denn ihre Landsleute werden getötet“, so der Experte.

Alexej Dsermant ist der Meinung, dass sich die polnische Regierung in einer sehr schwierigen Lage befindet. Um die Czeczkos Aussagen zu widerlegen, werden sie Ermittler, Anwälte und Menschenrechtsaktivisten in die Sperrzone zulassen.

„Heute kann man mit Hilfe von Technologien alles feststellen. Man kann herausfinden, wo die Gräber sind oder aus welcher Waffe die Flüchtlinge getötet wurden. Ich bin sicher, dass die Geständnisse des polnischen Soldaten die Ermittlungen zum Verhalten Polens und Litauens einleiten werden. Natürlich wird Polen versuchen, alle Spuren zu verwischen, aber wenn die Wahrheit bereits ans Licht gekommen ist, wird der Schneeballeffekt nur stärker werden. Früher oder später wird Polen Rede und Antwort stehen müssen. Außerdem ist die politische Position des polnischen Regimes sehr wackelig, und die Chancen, weiter an der Macht zu bleiben, können mit der weiteren Untersuchung dieser Situation nur schwinden.“

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