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29 März 2024, 17:05

„Einfach fantastisch“: Leiterin des Kinderchors aus Moldawien über den Empfang in Belarus

OSCHMJANY, 29. März (BelTA) - Natalja Barabanschikowa, Leiterin des Musik- und Chorstudios „Rhapsodie“ aus Moldawien, erzählte einem BelTA-Korrespondenten, was an der Grenze zu Litauen geschah und wie die Gruppe von der belarussischen Seite empfangen wurde.

„Einerseits sind wir sehr glücklich, weil wir einen großen Sieg errungen haben. Wir sind nach Minsk gekommen, um an einem der besten internationalen Kindertheaterwettbewerbe "Kroki" teilzunehmen. Und wir haben es geschafft, den Grand Prix zu gewinnen. Natürlich waren wir sehr euphorisch. Wir hatten ein weiteres Konzert in Brest. Auf dem Rückweg besuchten wir die Brester Festung“, sagte Natalja Barabanschikowa.

Die Leiterin des Kollektivs fügte hinzu, dass sie an der polnischen Grenze mehrere Stunden warten mussten.

„Vier Stunden lang warteten wir in irgendeiner dunklen Ecke. Und nichts wurde uns erklärt. Nach vier Stunden kommen sie und sagen uns, dass wir laut Gesetz Belarus nicht über Polen verlassen dürfen. Natürlich wussten wir nichts von diesem Gesetz.“

Natalja Barabanschikowa sagte, sie habe das Außenministerium angefragt und die Empfehlung erhalten, über die litauische Grenze zu fahren.

„Wir sind zum Grenzpunkt Kamenny Log gefahren, und auch den belarussischen Zoll haben wir problemlos passiert: alles war schnell und ordentlich. Und dann wurden wir auf einmal für 7 Stunden auf irgendein Gelände abgeschoben. Wir durften nicht auf die Toilette gehen, kein Wasser trinken, nichts. Wir konnten sogar den Kofferraum nicht öffnen, um etwas zu trinken zu nehmen. Für die Kinder war das schwer. Sie fingen an zu weinen. Als ich herauskam, stürmten mehrere Leute mit automatischen Gewehren auf mich zu. Ich bat sie, die Kinder auf die Toilette zu lassen. Sie sagten nur, dass sie kein Russisch verstünden. Ich machte noch zwei Schritte, sie hoben ihre Gewehre und dann war ich wieder weg. Ich habe einfach nicht widersprochen“, erzählte sie.

„Nach sieben Stunden haben sie ein Dokument verfasst, dass wir angeblich eine Bedrohung für die nationale Sicherheit Litauens seien. Alles Mögliche hätte man sich ausdenken können, aber nicht das. Und jetzt wird versucht, Vorgehen Litauens zu rechtfertigen“, sagte die Leiterin.

Die Frau kommentierte den Empfang der belarussischen Seite und die Reaktion auf die Situation wie folgt: „Es ist fantastisch. Als wir zum belarussischen Zoll zurückkehrten, umarmten die Belarussen unsere Kinder und halfen ihnen. Ich bin sehr positiv überrascht.“

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