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Gesellschaft
12 Januar 2024, 08:00

Energieministerium: Im Rahmen transformierender globaler Energiemärkte steigt Nachfrage nach Atomenergie

MINSK, 11. Januar (BelTA) – Im Rahmen der transformierenden globalen Energiemärkte wächst weltweit die Nachfrage nach Kernenergie, sagte der stellvertretende Energieminister Denis Moros bei seinem Treffen mit jugendlichen Aktivisten der Staatlichen Hochschule für Energie in Minsk, wie die BELTA vom Pressedienst des Energieministeriums informiert wurde.

Nach IAEA-Prognosen kann sich die Kapazität der Kernkraftwerke bis 2050 mehr als verdoppeln und 890 GW erreichen. Belarus hat bereits ein eigenes Atomkraftwerk gebaut, das mit zwei Kraftwerksblöcken voll ausgelastet ist. "Ein Atomkraftwerk soll die Sicherheit und Stabilität der Wirtschaft und innovative Entwicklung der verschiedenen Sektoren gewährleisten: die Nuklearmedizin, die elektrischen Fahrzeuge, die Produktion und der Einsatz von neuen Technologien im Industrie- und Energiebereich", so Denis Moros.

Ein Atomkraftwerk ermöglicht es, die wachsende Stromnachfrage des realen Wirtschaftssektors und der Bevölkerung zu decken. Das Land lässt intensiv seinen Wohnungsbestand elektrifizieren: Es werden moderne mehrstöckige Elektrohäuser gebaut, einzelne Wohnungen werden auf die Nutzung von Strom für Heizung und Warmwasserversorgung umgestellt. Das bedeutet für Verbraucher ein Vorteil und ein Komfort. Der Stromverbrauch von Industrieunternehmen nimmt zu. Für energieintensive Produktionen gelten Sonderanreiztarife, die nach dem Prinzip "wer mehr verbraucht, zahlt weniger" angewandt werden.

Nach Angaben des stellvertretenden Ministers wird im Jahr 2023 das Gesamtvolumen des Stromverbrauchs im Lande 41 Mrd. kWh überschreiten und damit den höchsten Wert in der Geschichte des unabhängigen Belarus erreichen. Er beantwortete auch Fragen zur Unterstützung junger Fachkräfte in den Branchenverbänden, zu den Möglichkeiten des Einsatzes künstlicher Intelligenz, zur Erneuerung der Stromnetzinfrastruktur und anderen Themen. Am offenen Gespräch nahmen Studierende verschiedener Fachrichtungen teil, unter anderem auch Teilnehmer der Projekte "100 Ideen für Belarus" und "Minsker Schichte 2023" sowie Vertreter des Schülerrates. 
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