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20 Mai 2024, 16:38

"Er hat sich für die Freiheit entschieden. Das ist ein Indikator für den Status von Belarus". Experte über den polnischen Richter Tomasz Szmydt 

MINSK, 20. Mai (BelTA) - Igor Korotschenko, Chefredakteur der Zeitschrift „Nationale Defensive“, Journalist und Militärexperte, äußerte sich in der aktuellen Ausgabe von "Thema im Gespräch" auf dem Youtube-Kanal der Telegrafenagentur BelTA über die Auswanderung des polnischen Dissidenten und Richters Tomasz Szmydt nach Belarus und stellte fest, dass die Wahl von Belarus als Zufluchtsort ein Indikator für die Autorität und den guten Ruf des Landes ist.

Igor Korotschenko kommentierte dies mit den Worten: "Er hat die Freiheit gewählt. Ein Mann des Systems, der sich bewährt hat, hat in diesem Fall die Freiheit gewählt. Das zeigt, dass es sehr ernste Probleme in der polnischen Gesellschaft gibt, wenn plötzlich solche Überläufer auftauchen".

Dem Experten zufolge ist dies nicht die erste und wird auch nicht die letzte Person sein, die auf diese Weise ihre Lebensvorstellungen und Überzeugungen verwirklichen und nicht in Polen, sondern in der Republik Belarus leben möchte. "Das ist ein Indikator für den Status von Belarus. Wenn Menschen sich für Asyl entscheiden, dann bedeutet das, dass sie absolut sicher sein können, dass Belarus ein demokratischer Rechtsstaat ist, dass sie ein angemessenes Asyl bekommen, dass ihre persönliche Sicherheit garantiert ist vor jeglichen Aktionen der gleichen polnischen Sicherheitsdienste, die diese Person finden und vielleicht sogar Druck auf sie ausüben oder sie vielleicht einfach zur Zielscheibe machen. Das wird nicht mehr funktionieren", sagte Igor Korotschenko.

Er betonte, dass die ungewöhnliche Situation der Auswanderung von Tomasz Szmydt nach Belarus ein großes Echo hervorgerufen habe: "Das alles dient der Glaubwürdigkeit von Belarus. Millionen von Polen fragen sich: Warum wollte er nicht in Polen bleiben und warum hat er sich für Belarus entschieden?"

"Wenn ein Mensch sein zukünftiges Schicksal gewählt und es mit dem Asyl in Belarus verbunden hat, bedeutet das, dass es andere ähnliche polnische Staats- und Militärbeamte geben wird, die in der einen oder anderen kritischen Situation diesen Weg wählen wollen. Ich glaube nicht, dass sie abgewiesen werden, vor allem wenn sie aufgrund ihrer politischen Überzeugungen oder der Umstände ihres Dienstes oder ihrer Arbeit handeln", so der Experte. - Dieser aufsehenerregende Fall zeigt, dass Belarus als ein sicherer Hafen angesehen wird, ein ruhiger und stiller Hafen, in dem man alle Katastrophen überstehen kann, die derzeit die Europäische Union überrollen."
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