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19 Oktober 2022, 15:02

Es wird geplant, in Belarus bis 2030 Treibgasausstöße um 35% zu senken

MINSK, 18.Oktober (BelTA) - Belarus plant, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 35 % zu reduzieren. Das hat Natalja Klimenko, Beraterin der Abteilung für die Regulierung der Auswirkungen auf die atmosphärische Luft, Klimawandel und Gutachten des Ministeriums für Naturressourcen und Umweltschutz von Belarus, auf der Pressekonferenz "Klimapolitik von Belarus, Schutz der atmosphärischen Luft und Ozonschicht" angekündigt.

"Belarus ist eine Vertragspartei des Pariser Abkommens und des UN-Rahmenübereinkommens über Klimaänderungen. Unser Land erfüllt alle im Rahmen dieses Abkommens zukommenden Verpflichtungen. Ich möchte darauf hinweisen, dass im vergangenen Jahr im Rahmen des Pariser Abkommens ein weiterer nationaler Plan verabschiedet wurde, der das Niveau der Reduzierung der Treibhausgasemissionen festlegt. Heutzutage ist geplant, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 35 % gegenüber dem Emissionsniveau von 1990 zu senken, wobei das prognostizierte Wirtschaftswachstum berücksichtigt werden muss. Diese Verpflichtungen werden bei der Umsetzung der staatlichen Programme und Strategien für die nachhaltige Entwicklung unseres Landes erfüllt", so die Expertin.

Sie ermahnt auch, dass die Staatschefs der EAWU-Länder im vergangenen Jahr eine Vereinbarung unterzeichnet haben, in der sich die Parteien zur Zusammenarbeit und zum Treffen gemeinsamer Entscheidungen verpflichten, um das Pariser Abkommen umzusetzen. Anschließend wurde ein Fahrplan erstellt. Bisher ist das erste Maßnahmenpaket zur Umsetzung der Klimaagenda in der EAWU bereits gebilligt worden.

Zum Luftschutz sagte Natalja Klimenko, dass die Aufgabe des Umweltministeriums darin bestehe, die Bedingungen für den Erhalt der Luftqualität zu schaffen und die Emissionen zu regulieren. "Die Gesamtemission von Schadstoffen in die Luft beträgt im Jahr 2021 1.193.000 Tonnen in physischer Form. Das sind 10 % weniger als im Jahr 2010 und 5 % weniger als im Jahr 2015. Der Bau von Gasaufbereitungsanlagen, der Übergang zu kohlenstoffneutralen, umweltfreundlichen Brennstoffen und Rohstoffen, die Entwicklung des elektrischen Verkehrs und viele andere Dinge tragen zu dieser Reduzierung bei", sagte sie.

Das Ministerium für Naturressourcen arbeitet derzeit an einem Gesetz zum Schutz der atmosphärischen Luft, und eine neue Fassung des Gesetzes ist schon fertig. Das Gesetz lässt die Umweltschutzmaßnahmen verbessern und die Emissionen in die Luft noch stärker reduzieren. Es werden auch Vorschriften zur Gewährleistung der Umweltsicherheit im Hinblick auf den Schutz der Luft entwickelt. Laut Natalja Klimenko hat unser Land bei der Ausarbeitung dieser Rechtsvorschriften internationale Erfahrungen studiert.

"In Belarus wurden große Anstrengungen unternommen, um auf ozonabbauende Stoffe bei der Produktion zu verzichten. Zum Zeitpunkt der Verabschiedung des Montrealer Protokolls belief sich der Verbrauch an ozonabbauenden Stoffen auf etwa 3.000 Tonnen. Derzeit importieren wir keine derartigen Stoffe und erfüllen die Anforderungen für das Betanken und die Wartung der verbleibenden Anlagen mit recycelten, zurückgewonnenen, ozonabbauenden Stoffen", erklärte die Beraterin des Ministeriums.

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