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Gesellschaft
15 Juli 2021, 17:02

EU-Sanktionen gegen Belarus: Frauenunion appelliert an internationale Frauenorganisationen

MINSK, 15. Juli (BelTA) – In einem Appell an die internationalen Frauenorganisationen haben über 50 Tsd. Mitglieder der Belarussischen Frauenunion ihre Unterschriften gegen die europäischen Sanktionen gegen Belarus gesammelt. Das sagte die Vorsitzende der Frauenunion Jelena Bogdan der Telegraphenagentur BelTA.

Ihre Unterschriften unter dem Appell setzten nicht nur Mitglieder der Frauenunion, sondern auch nicht gleichgültige Frauen und Männer aus Belarus. „Mit Besorgnis und Empörung reagiert die Belarussische Frauenunion darauf, wie der politische und wirtschaftliche Druck auf Belarus verübt wird. Frauen verstehen viel besser, was für Folgen derart Sanktionen gegen unser Land haben können. Die Sanktionen bedeuten in erster Linie Senkung des Wohlstandes der Staatsbürger.“

„Unter Missachtung geopolitischer Interessen und Verletzung des Völkerrechts wird auf uns und unsere Familien ein enormer wirtschaftlicher Druck ausgeübt – auf diese Weise wird uns ein fremder Entwicklungsweg aufgezwungen“, heißt es in der Erklärung. „Vor mehr als 25 Jahren haben wir uns entschieden, ein souveränes Belarus als einenen sozial orientierten, gerechten Staat aufzubauen, in dem die Interessen der Menschen der Hauptwert sind. Diese Wahl wurde von der Mehrheit der Belarussen bei den Präsidentschaftswahlen 2020 bestätigt. Wir fordern, dass unsere Stimme und die Stimme unserer Frauen endlich gehört wird. Unsere Stimme ist die Stimme unserer Kinder, deren Zukunft wir bereit sind zu verteidigen und zu schützen. Hören Sie auf die Stimme der Vernunft! Hören Sie auf die Stimme des Gewissens! Auch Sie haben Familien und Kinder. Wir bitten nicht um Gnade. Wir wollen nur in Ruhe in unserem eigenen Land unter unserer eigenen Flagge und nach unseren eigenen Gesetzen leben und arbeiten. Alle Versuche, Druck auf Belarus auszuüben, sind vergeblich. Sie machen uns nur stärker. Wir werden überleben. Mit unserer Arbeit, unserer Geschichte, unserer friedlichen und offenen Politik haben wir uns das Recht verdient, in Frieden, Respekt und guter Nachbarschaft zu leben. Wir appellieren an alle Frauenorganisationen der Welt und bitten sie darum, ihre Stimme zur Verteidigung der gerechten Behandlung des belarussischen Volkes zu erheben. Was man heute Belarus antut, kann morgen jedem anderen Land angetan werden.“

Die Vorsitzende rief auf: „Diejenigen, die sich so aktiv für Sanktionen einsetzen und gegen das belarussische Volk sind, sollen mal herkommen und sehen, wie wir leben. Unsere Kinder besuchen Kindergärten, die Jugend lernt und studiert. Jeder hat die Möglichkeit, eine Ausbildung zu erhalten. Das Gesundheitssystem kommt mit den COVID-Herausforderungen zurecht. Jedes Jahr erhöht der Staat Renten. Unsere Stadt- und Dorfstraßen sind sauber und komfortabel. In den Geschäften kann man hochwertige Lebensmittel kaufen. Wir säen und ernten, in den Betrieben sind die Arbeitnehmer friedlich am Werk. Warum wollen sie uns das alles wegnehmen?“

„Wer heute Belarus destabilisiert, wird morgen das in jedem anderen Staat versuchen. Wollen wir unsere Anstrengungen vereinen, für Frieden und Unabhängigkeit unserer Staaten“, appellierte Bogdan an die Frauen der Welt.

Der Appell der belarussischen Frauen wird an die Organisation der Vereinten Nationen geschickt.

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