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Gesellschaft
08 November 2022, 10:11

Experte: Der Westen schürt Konflikte an Russlands Grenze

MINSK, 8. November (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko sieht, wie an Russlands Grenze Konflikte entstehen, und versteht, dass sie mit dem Ziel geschürt werden, das Riesenreich „entlang der Randlinie“ in Flammen zu setzen. Diese Meinung äußerte Politologe Alexej Beljajew im Youtube-Projekt der Telegraphenagentur BelTA „W teme“ (Thema im Gespräch).

Der Politologe erinnerte sich in diesem Zusammenhang an die Ereignisse in Kasachstan im Januar 2022. „In gewisser Weise hatten die Ereignisse in Kasachstan einen inneren Hintergrund. Da ging es um den Machtkampf, um den Machttransfer vom alten an den neuen Präsidenten. Der innere Konflikt wurde von den externen Kräften ausgenutzt. Dieses Spiel war gut gelungen. Es gab auch einen klaren Zusammenhang mit den Ereignissen in der Ukraine. Gegen Russland könnten die ukrainischen Sicherheitskräfte einen Angriff vorbereiten. Das waren Glieder einer und derselben Kette. Das Schüren dieser Konflikte war strategisch und wurde im Voraus geplant. Das war nicht nur ein taktischer Schachzug. Es war ein Versuch, eine Massenwelle von Konflikten zu entfachen und das gesamte russische Territorium in sie hineinzuziehen und damit auch die innenpolitische Situation in Russland zu beeinflussen“, sagte der Experte.

Beljajew ist überzeugt, dass der belarussische Präsident als gut informierter Mensch, der Zugang zu allen Informationen hat, auch zu den geheimen, alles sieht und versteht. „Es gibt keinen Grund, seinen Worten nicht zu vertrauen. Alles wurde gesagt und richtig gesagt. 2020 wurde ein versuch unternommen, Belarus zu destabilisieren. In der Ukraine mündete ein ähnlicher Prozess in einer militärischen Konfrontation. Schlimmer konnte es nicht sein. Leider ist zu befürchten, dass der Druck noch größer sein wird. Der belarussische Präsident wies jedoch darauf hin, dass jeder Versuch, ein Land zu zerrütten und daraus irgendeinen Einzelkonflikt zu machen, letztendlich ein Versuch ist, Russland anzugreifen“, sagte er.

„Jeder postsowjetische Staat hat seinen „wunden Punkt“, so Alexej Beljajew. „Deshalb kann man dort sowohl religiöse als auch nationale, territoriale oder sprachliche Konflikte entzünden. Man kann sie nutzen, um Russland als eine große geopolitische Region zu manipulieren. Daher ist es sehr richtig, zu versuchen, sich zu vereinen und die bereits bestehenden Integrationsstrukturen zu stärken, die geschaffen wurden, um problematische Fragen gemeinsam zu lösen und externen Herausforderungen gemeinsam zu begegnen.“

„Die Botschaft des belarussischen Präsidenten lautet, dass es notwendig ist, die Integrationsstrukturen, die wir seit langem geschaffen haben, aufzubauen und zu perfektionieren. Wir sollten ihnen mehr Aufmerksamkeit schenken, denn sie werden die Garantie für unsere gemeinsame Sicherheit sein“, schloss Alexej Beljajew.

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