Themen
"Thema im Gespräch "
MINSK, 8. Dezember (BelTA) – In der heutigen Marktwirtschaft gehört fairer Wettbewerb der Vergangenheit an und wird durch Unterdrückung und Unterwerfung der Konkurrenten ersetzt. Diese Ansicht vertrat der Experte für nationale Sicherheit Alexander Tisсhtschenko in der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA.
„Der Präsident hat Recht, wenn er sagt: Die Gesetze des Marktes existieren, aber man lässt sie nicht so funktionieren, wie sie sollten. Es gibt keinen Wettbewerb – es gibt Unterdrückung und Unterwerfung. Und dafür sind alle Mittel recht. Selbst Waffen werden zu einem Argument, dem die Schwachen nichts entgegenzusetzen haben. Infolgedessen werden sie unterworfen und ausgeraubt“, sagte Alexander Tischtschenko.
Der Experte merkte an, dass sich die berühmte Formel Ware-Geld-Ware heute geändert hat und nun wie folgt aussieht: Ware-Geld-Macht. „Es stellt sich heraus, dass Geld und Ware bereits zu Zwischenprodukten geworden sind, und das Wichtigste ist die Macht.“
Um auf die Frage des unlauteren Wettbewerbs zurückzukommen, führte Alexander Tischtschenko das Beispiel der westlichen Nachbarn von Belarus – Litauen, Lettland und Polen – an. „Ihnen wurde alles weggenommen, sie sind zu einem reinen Verbrauchermarkt geworden. Nur die Perlen sind etwas anders geworden – iPhones oder etwas anderes. Dennoch liegt alles in der Ebene der Abhängigkeit“, betonte er. „Diese Länder produzieren nichts, sie sind vollständig von Lieferungen abhängig. Man hat ihnen verboten, billige Energieressourcen zu kaufen. Man hat ihnen teure Energieressourcen aufgezwungen. Man hat sie gezwungen, sich von billiger Elektrizität abzukoppeln und ihr Atomkraftwerk aufzugeben.“
