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Gesellschaft
17 April 2024, 14:24

Experte zu deutschen Versuchen, die Atomindustrie wiederzubeleben: Fehlender politischer Wille behindert

MINSK, 17. April (BelTA) - Die Deutschen versuchen, ihre Kompetenzen in der Kernkraftindustrie zu erhalten, was aber durch den fehlenden politischen Willen der deutschen Führung behindert wird. Diese Meinung teilte Pawel Jakowlew, Chefredakteur des Wissenschafts- und Wirtschaftsportals Atomenergie 2.0, in der aktuellen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem Youtube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA.

"Als Angela Merkel in Deutschland einen Deal mit den Grünen machte, um an der Macht zu bleiben, war das Populismus. "Die Grünen forderten die Schließung aller Kernkraftwerke und die Beendung der Nuklearprogramme", sagt Pawel Jakowlew.

Dennoch, so der Experte, versuche Deutschland, Wissenschaft und Industrie weiter zu entwickeln: "Vor kurzem haben sie erklärt, dass sie bis 2035 oder 2040 das erste thermonukleare Kraftwerk bauen wollen. Aber das sind bisher nur Lippenbekenntnisse. Die Zeit wird zeigen, wie sich Wissenschaft und Gesetzgebung entwickeln.

Für Pawel Jakowlew zeigt dies, dass die Deutschen versuchen, ihre Kompetenzen in der Kernenergie zu bewahren. "Sie hatten sehr große Kompetenzen. Sie haben Kraftwerke in Europa und auch im Iran gebaut, es wurde aber von Russland fertig gestellt. Sie hatten sehr große Perspektiven und eine hohe Qualität. Bis heute genießen ihre Automatisierungs- und Kontrollsysteme einen guten Ruf", betonte er.

Gleichzeitig, so der Experte, werde dies durch den mangelnden politischen Willen behindert, komplexe und wissenschaftsintensive Projekte umzusetzen. "Die Politiker tun sich noch schwer", resümierte  Pawel Jakowlew.
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