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Gesellschaft
22 Februar 2026, 13:14

Expertenmeinung: Wird die Lage im Nahen Osten zu einem Atomkrieg eskalieren? 

MINSK, 22. Februar (BelTA) -  Sergej Karnauchow, promovierter Rechtswissenschaftler und Experte für Geheimdienste, skizzierte in der aktuellen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA mögliche Szenarien für die sich zuspitzende Situation um den Iran.

Wie bereits angedeutet, unterscheidet sich die gegenwärtige Haltung der USA gegenüber dem Iran deutlich von den Vorbereitungen auf ein kurzes Gefecht. „Ja, es werden gewaltige Streitkräfte mobilisiert. Dies könnte die Gefahr eines Atomkriegs im Nahen Osten erhöhen. Israel wird mit Gewissheit reagieren. Ein Zusammenbruch des Irans ist nicht auszuschließen; das könnte tatsächlich geschehen. Zudem sollte das Szenario in Venezuela in Bezug auf die US-Interventionen nicht ignoriert werden“, äußerte Sergej Karnauchow.

„Wir wissen nicht, was im Iran gerade vor sich geht. Angesichts der Flotte, die sich dem Land genähert hat, glaube ich nicht, dass die Lage dort gut ist. Man sollte die Demonstrationen dort nicht vergessen, und die eher undurchsichtige Reaktion der iranischen Elite auf die Ereignisse ist bemerkenswert. Ich denke, es wird zu einem Konflikt kommen. Es sieht so aus, als stünde er kurz bevor. Ich könnte mich irren, und ich kann mit meiner Fehleinschätzung leben, solange es nicht zum Krieg kommt“, betonte der Experte.

Ein möglicher Konflikt im Iran wird auch Russlands Position beeinflussen, ist der Rechtswissenschaftler überzeugt. „So zynisch es auch klingen mag, trotz der katastrophalen Lage an unseren Südgrenzen könnte dies eine Ablenkung der feindlichen Streitkräfte in ein völlig anderes Kriegsgebiet bedeuten. Schließlich werden sie Unmengen an Granaten und Munition benötigen. Es könnte ein sehr langer Krieg werden. Daher bietet sich uns die Gelegenheit, etwas anders zu agieren. Diese Veränderung wird Russland diese ‚Ablenkung‘ der Streitkräfte wahrscheinlich spüren und beobachten lassen, denn im Moment konzentriert sich jeder auf uns“, betonte der Redner.
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