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Gesellschaft
03 Januar 2022, 11:24

Flüchtling aus TLZ: Ich hoffte das neue Jahr unter besseren Bedingungen als an der Grenze zu erleben

GRODNO, 03.Januar (BelTA) - Flüchtlinge, insbesondere Familien mit Kindern, hofften, das neue Jahr nicht an der Grenze, sondern unter angenehmeren Bedingungen in den EU-Ländern zu feiern. Solche Meinunung vertritt ein Flüchtling aus dem Transport- und Logistikzentrum an der Grenze.

Heute ist der 57. Tag für Flüchtlinge an der Grenze. Etwa 500 Menschen, darunter Frauen und Kinder, halten sich derzeit im TLZ „Brusgi“ nahe der belarussisch-polnischen Grenze auf.

"Die Situation mit uns ist peinlich. Wir hätten nicht gedacht, dass wir das Neujahrsfest an der Grenze feiern würden. Wir hofften, bis zu diesem Zeitpunkt nach Deutschland oder in ein anderes EU-Land zu gelangen. Ich habe drei Kinder. Ich gehe dorthin, um vor allem ein besseres Leben für sie zu erreichen. Wie haben wir das Neujahr gefeiert? Es war nichts besonderes. Wir sind nur ins Bett gegangen. Für uns sind alle Tage hier gleich. Wir leben in der Hoffnung, dass man im Westen auf uns aufmerksam wird", sagt der Mann. Er bedankt sich bei den Belarussen für ihre Hilfe und dafür, dass die Flüchtlinge mit allem versorgt werden, was sie brauchen. Die Kinder des Mannes lernen gerne in einem mobilen Bildungszentrum, der neben dem TLZ aufgebaut ist.

"Ja, die Hilfe ist gut, wir sterben nicht an Hunger und Kälte, aber unsere Ziele sind dennoch anders. Wir gehen nach Deutschland. Wir wollen nicht nach Hause zurück, dort wartet nichts auf uns", betont der Flüchtling.

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