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21 Mai 2024, 16:44

Freundschaftsgesellschaft warnt vor negativen Auswirkungen von Sanktionen und Verlust von Freundschaft mit Belarus  

MINSK, 21. Mai (BelTA) – In einer Presseerklärung der Freundschaftsgesellschaft Deutschland-Belarus e.V. haben die Verfasser die deutschen Politiker vor negativen Auswirkungen von Sanktionen und vor Verlust von Freundschaft und Zusammenarbeit mit Belarus gewarnt. Seine Unterschrift unter das Schreiben setzte Prof. Dr. Edgar Weiler, Vorsitzender der Freundschaftsgesellschaft.

„Im Zusammenhang mit der geplanten Einführung erneuter EU-Beschränkungen in Bezug auf die Republik Belarus z.B. in Form von drastischer Erhöhung von Zollgebühren auf importierte belarusische Nahrungsmittel, Futtermittel und Rohstoffe, z.B. auf Getreide, möchte die Freundschaftsgesellschaft Deutschland-Belarus e.V. heute auf äußerst negative Auswirkungen dieser Maßnahmen für den bilateralen deutsch-belarussischen Handel, sowie für die globale Ernährungssicherheit hinweisen“, heißt es in der Erklärung. 

Traditionell leistet Belarus einen wesentlichen Beitrag zur globalen Ernährungssicherheit. Die belarusischen landwirtschaftlichen Produkte und Lebensmittel werden in mehr als hundert Länder der Welt, auch nach Europa und namentlich nach Deutschland, exportiert. „Die geplanten EU- Beschränkungsmaßnahmen würden nicht nur betroffene Unternehmen, Betriebe und deren Angestellte in Belarus, sondern auch die sich mit dem Handel mit belarussischen Nahrungs- uns Futtermitteln befassenden deutschen Firmen gefährden, was mit größter Wahrscheinlichkeit negative Auswirkungen auf die Arbeitsplätze der Mitarbeiter verursachen würde“, geht aus dem Schreiben hervor. „Dabei sind die Märkte der EU-Staaten für belarussische Holz-, Eisen- und Stahlerzeugnisse und eine ganze Reihe anderer Produktgruppen, die vor dem Jahre 2022 auch in Deutschland äußerst gefragt waren, infolge der bereits in Kraft getretenen Sanktionen längst geschlossen.“

Vor allem z.B. belarussische Kalidünger wurden unter die restriktiven EU-Maßnahmen gestellt, wodurch erheblicher Schaden für internationale Ernährungssicherheit verursacht wurde, betrug doch der Anteil der belarussischen Kalidünger auf dem Weltmarkt zuvor etwa 20 Prozent.

„Die Freundschaftsgesellschaft Deutschland-Belarus e.V. appelliert an die zuständigen deutschen und europäischen Politiker, die noch immerhin verbliebenen handelswirtschaftlichen und auch menschlichen Verbindungen mit Belarus nunmehr nicht zum vollständigen Erliegen zu bringen, und von der Unterstützung der geplanten EU-Handelsbeschränkungen abzusehen. Der Verzicht betreffend alle Formen des Zusammenarbeitens mit Belarus wird logischerweise zur weiteren Verringerung und letztendlich zum dauerhaften Verlust von Freundschaft und Zusammenarbeit mit Belarus in Deutschland und in der EU führen“, heißt es in der Presseerklärung der Freundschaftsgesellschaft.
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