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Gesellschaft
18 April 2024, 14:59

"Früher wurde einfach gebaut, das war alles. Experte über die Probleme Litauens nach der Abschaltung des KKW

MINSK, 18. April (BelTA) - Die Probleme, die Litauen bei der Stilllegung des KKW Ignalina haben wird, hängen damit zusammen, dass beim Bau des Kraftwerks keine Technologien für den Rückbau vorgesehen waren. Diese Meinung vertrat Pawel Jakowlew, Chefredakteur des Wissenschafts- und Wirtschaftsportals Atomenergie 2.0 In der aktuellen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem Youtube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA.

"Der weltweite Markt für die Stilllegung von Kernkraftwerken steckt noch in den Kinderschuhen. Übrigens haben Russland und Belarus in diesem Bereich ein Abkommen geschlossen. Und unsere gemeinsamen Kompetenzen werden in das Projekt zum Bau eines unterirdischen geologischen Endlagers in Belarus einfließen, einer nationalen Abfalldeponie. Der Prozess der Standortauswahl ist im Gange", sagte Pawel Jakowlew.

Der Experte weist darauf hin, dass der Bau moderner Kernkraftwerke unmittelbar Technologien für den Rückbau bereitstellt. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass solche Technologien beim Bau des KKW Ignalina nicht vorgesehen waren. "Früher wirde es einfach gebaut und das war's. Es war wichtig, Strom zu produzieren, und man hat nicht darüber nachgedacht, was man danach damit machen sollte. Das gilt weitgehend auch für das KKW Ignalina. Und jetzt werden die Probleme der Hochleistungskanalreaktoren (die im KKW Ignalina betrieben werden) diskutiert. Zum Beispiel Fragen der sicheren Nutzung und Lagerung von bestrahltem Graphit", - betonte Pawel Jakowlew.
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